13 March 2026, 14:24

Gericht zwingt YouTube-Creator zu klarer Werbekennzeichnung in Videos

Ein Mann im Anzug und Krawatte spricht vor einer Wand in ein Mikrofon, wahrscheinlich in Reaktion auf die Nachricht über ein Regierungsgesetz zur Abschaffung des Internets.

Gericht: YouTube-Werbeanzeigen müssen klar als solche gekennzeichnet werden - Gericht zwingt YouTube-Creator zu klarer Werbekennzeichnung in Videos

Ein deutsches Gericht hat entschieden, dass YouTube-Creator mehr tun müssen, um gesponserte Videos deutlich als Werbung zu kennzeichnen. Das Urteil folgt auf einen Fall, in dem ein Finanzinfluencer es versäumt hatte, einen Sponsor in seinen Inhalten klar zu benennen. Die Entscheidung unterstreicht verschärfte Anforderungen nach dem Digital Services Act (DSA) der EU.

Das Landgericht Bamberg urteilte, dass ein zehnsekündiger Hinweis in einem Video nicht ausreiche, um den gesetzlichen Standards zu genügen. Im Mittelpunkt des Verfahrens stand ein sogenannter "Finfluencer", der eine Handelsplattform bewarb, ohne den Sponsor innerhalb des Videos selbst angemessen zu identifizieren.

YouTube hat bereits Maßnahmen ergriffen, um die Transparenz bei bezahlten Inhalten zu erhöhen. Dazu gehören Sponsorenhinweise in Videobeschreibungen, Empfehlungen für sichtbare Kennzeichnungen im Bild sowie frühe Hinweise in Livestreams. Doch das Gericht urteilte, dass die bloße Nennung eines Sponsors in der Beschreibung nicht ausreicht.

Das Urteil bestätigt, dass Sponsoren deutlich im Video selbst genannt werden müssen – und nicht nur im Begleittext. Dies steht im Einklang mit den umfassenderen Bemühungen der EU, sicherzustellen, dass Zuschauer kommerzielle Verbindungen in Online-Inhalten leicht erkennen können.

Die Entscheidung des Gerichts stärkt die Forderung nach klareren Werbekennzeichnungen auf YouTube. Creator und Plattformen müssen nun dafür sorgen, dass Sponsoren innerhalb der Videos sichtbar ausgewiesen werden – und nicht nur in den Beschreibungen. Das Urteil setzt einen Präzedenzfall dafür, wie gesponserte Inhalte nach EU-Recht offengelegt werden müssen.

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