Frauentag 2026 im Landkreis Aschaffenburg: Feministische Erfolge und anhaltende Kämpfe
Christoph Koch IIFrauentag 2026 im Landkreis Aschaffenburg: Feministische Erfolge und anhaltende Kämpfe
Landkreis Aschaffenburg begehte den Internationalen Frauentag 2026 mit einer Veranstaltungsreihe zu feministischen Erfolgen und den anhaltenden Kämpfen um Gleichberechtigung
Organisiert vom Amt für Chancengleichheit umfasste die Kampagne Diskussionen, kulturelle Veranstaltungen und eine neue Installation, um auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen.
Die Aktion "Rund um den Internationalen Frauentag" bot ein vielfältiges Programm im gesamten Landkreis. Eine Vernissage, ein Benefizkonzert, eine Lesung, eine Filmdiskussion und ein feministisch-literarischer Abend stießen auf reges lokales Interesse. Der literarische Abend, der in Kooperation mit Nachbarlandkreisen stattfand, zog 55 Besucherinnen und Besucher an.
Ein weiterer Höhepunkt war der 40. Jahrestag des Aschaffenburger Frauenhörs am 20. März. Unter dem Motto "Anfänge erinnern – Errungenschaften bewahren – Zukunft gestalten" bekräftigte die Veranstaltung langjährige Forderungen: Selbstbestimmung, ein Ende der Gewalt und volle Gleichberechtigung der Geschlechter.
Als Symbol gegen häusliche und sexualisierte Gewalt wurde im Ringheimer Bürgerpark in Großostheim eine neunte rote Bank aufgestellt. Die Bänke dienen als sichtbare Mahnmale und sollen die Gemeinschaft zum Engagement ermutigen. Die Kampagne wurde vor allem über die Social-Media-Kanäle des Landkreises beworben, wo Programmhinweise und interaktive Inhalte geteilt wurden.
Der Internationale Frauentag selbst geht auf einen Vorschlag Clara Zetkins aus dem Jahr 1910 zurück. Zwar gab es in den vergangenen Jahrzehnten Fortschritte, doch betonten die Organisatorinnen, dass echte Gleichberechtigung noch nicht erreicht ist.
Die Kampagne 2026 verband kulturelle, historische und aktivistische Ansätze, um feministische Meilensteine zu würdigen und aktuelle Herausforderungen anzugehen. Mit nun neun roten Bänken im gesamten Landkreis setzt sich die Initiative weiterhin für Bewusstsein und Maßnahmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt ein.






