18 March 2026, 00:54

Europas Bausektor wächst stetig – doch Deutschlands Wohnungsbau kämpft noch

Eine Baustelle mit einem großen Gebäude, wahrscheinlich den europäischen Union-Hauptsitz, umgeben von Bäumen, Pfählen und Lichtern unter einem bewölkten Himmel.

Ifo: Europäische Bauindustrie steht vor starkem Wachstum - Europas Bausektor wächst stetig – doch Deutschlands Wohnungsbau kämpft noch

Europas Bausektor steht vor stetigem Wachstum in den kommenden Jahren. Prognosen zufolge wird die Branche 2026 um 2,4 Prozent zulegen, mit weiteren Steigerungen bis 2028. Getragen wird die Erholung vor allem von Wohnungsbau- und Tiefbauprojekten auf dem gesamten Kontinent.

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Der deutsche Wohnungsmarkt durchläuft eine schwierige Phase, bevor er sich erholt. Die Fertigstellungen werden voraussichtlich 2026 mit nur 185.000 Wohneinheiten ihren Tiefstand erreichen – der schwächste Wert für den Sektor. Doch ein schrittweiser Aufschwung zeichnet sich ab: 2027 sollen 205.000 Einheiten fertiggestellt werden, 2028 bereits 215.000.

Aktuelle Daten zeigen einen leichten Anstieg der Baugenehmigungen im Wohnungsbau, was erste Anzeichen einer Besserung bietet. Dennoch bleibt ungewiss, inwieweit der deutsche Sondervermögen-Fonds die Branche wie geplant erreichen wird.

In ganz Europa wächst der Baumarkt über den Wohnungsbau hinaus. Auch Infrastrukturprojekte und Gewerbeimmobilien tragen zur positiven Entwicklung bei. Bis 2028 könnte der nicht-wohnwirtschaftliche Bau um 4,7 Prozent zulegen, während das Gesamtvolumen im Wohnungs- und Tiefbau um 7,5 Prozent steigen dürften. Für den europäischen Bausektor insgesamt werden jährliche Wachstumsraten von 2,2 Prozent (2027) und 1,9 Prozent (2028) erwartet.

Die Aussichten für die europäische Bauwirtschaft deuten auf eine langsame, aber stetige Erholung hin. Deutschlands Wohnungsbau wird nach dem Tiefpunkt 2026 bis 2028 wieder an Fahrt aufnehmen. Gleichzeitig expandiert die Bahn in ganz Europa weiter – gestützt durch Wohnungsbau wie auch Infrastrukturvorhaben.

AKTUALISIERUNG

Deutschland führt die europäische Baukonjunktur an, aber Italien und Frankreich hinken hinterher

Neue Prognosen zeigen unterschiedliche Wachstumsraten auf den europäischen Bau Märkten. Deutschland wird voraussichtlich mit einem 2,5-4,5% CAGR bis 2028 wachsen, getrieben von einer Wohnungsbau-Rebound und einem Infrastruktur-Fonds von €500M. Italien hat die schwächste Prognose (0,0-2,0%) trotz Infrastruktur-Wachstum (1,5-3,5%) aufgrund des EU-RRF-Deadlines. Die Infrastruktur-Aktivität in Frankreich ist auf -1,0-1,0% begrenzt aufgrund politischer Unsicherheit, während die nordeuropäischen Länder eine 2,5-4,5% Expansion voraussagen.