Emmanuelle Seigner erhält Lebenswerk-Preis in Taormina – eine Ikone zwischen Film und Rockmusik
Christoph Koch IIEmmanuelle Seigner erhält Lebenswerk-Preis in Taormina – eine Ikone zwischen Film und Rockmusik
Emmanuelle Seigner ist in diesem Jahr Ehrengast des Taormina Film Festivals, wo sie für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wird. Bekannt für ihre mühelose Verbindung aus rockiger Attitüde und zurückhaltender Eleganz, bleibt sie eine prägende Figur in Film und Musik.
Erstmals große Aufmerksamkeit erlangte Seigner 1985 mit ihrer Rolle in Jean-Luc Godards Detektiv. Seitdem war sie in zahlreichen Filmen zu sehen, darunter ein halbes Dutzend unter der Regie ihres Mannes Roman Polanski, wie Bitter Moon und Der Pianist. Trotz der Kontroversen um Polanski steht sie weiterhin an seiner Seite.
Ihre Karriere reicht über die Schauspielerei hinaus: Als Mitglied der Rockband L’Épée wurden Songs der Gruppe in Serien wie Emily in Paris und Killing Eve verwendet. Zudem arbeitet die Band an einem neuen Album.
Auf ihre Laufbahn blickt Seigner mit wenig Bedauern zurück, auch wenn sie einräumt, sich vielleicht härter hätte pushen können. Nun folgt ihre Tochter Morgane Polanski ihren kreativen Spuren – sie bereitet ihren ersten Spielfilm vor, einen Horrorstreifen, der in Großbritannien entstehen soll.
Seiners Vermächtnis wächst weiter: Drei neue Kinofilme sind in Arbeit, parallel zu ihrer Musik. Die Auszeichnung des Taormina Film Festivals würdigt ihren bleibenden Beitrag zum Kino. Die künstlerische Tradition ihrer Familie – ihr Großvater Louis Seigner wirkte an der Comédie-Française – lebt in ihr und ihrer Tochter fort.






