19 June 2026, 06:17

1,4 Millionen Wohnungen fehlen: Deutschlands Kampf gegen die Wohnungsnot

Nein, Deutschland hat nicht 233 Millionen Euro für sozialen Wohnungsbau in der Ukraine zugesagt

1,4 Millionen Wohnungen fehlen: Deutschlands Kampf gegen die Wohnungsnot

Deutschland steht vor einem massiven Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Eine Studie des Pestel-Instituts beziffert das Defizit auf 1,4 Millionen Wohnungen. Bundesbauministerin Verena Hubertz präsentierte kürzlich einen 23,5-Milliarden-Euro-Plan, um das Problem in den nächsten fünf Jahren anzugehen.

Zwischen 2020 und 2024 verloren in Deutschland über 107.000 Sozialwohnungen ihren preisgebundenen Status. Die Bundesregierung rechnet damit, dass in den kommenden Jahren jährlich weitere 55.000 hinzukommen könnten. Kritiker monieren, die aktuelle Politik, die von direkten Investitionen in den sozialen Wohnungsbau hin zu Mietzuschüssen für Mieter wechselt, gehe am Kernproblem der Wohnraumknappheit vorbei.

Mitte April unterzeichneten Deutschland und die Ukraine ein strategisches Partnerschaftsabkommen. Ein in sozialen Medien verbreiteter Vorwurf lautete, Deutschland habe trotz des eigenen Wohnungsmangels 233 Millionen Euro für ukrainischen Sozialwohnungsbau bereitgestellt. Tatsächlich sind jedoch nur 25 Millionen Euro dieses Betrags für Sozialwohnungen in der Ukraine vorgesehen. Der Rest fließt in andere Projekte, darunter industrielle Zusammenarbeit, Energieresilienz und Maßnahmen gegen Korruption.

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Der neue 23,5-Milliarden-Euro-Plan zielt darauf ab, den Verlust bezahlbaren Wohnraums in Deutschland zu bremsen. Angesichts des bestehenden Mangels und der anhaltenden politischen Debatten bleibt der Druck, das Angebot auszubauen, jedoch hoch. Die Konzentration der Regierung auf Subventionen statt auf Neubauten stößt weiterhin auf Kritik.

Quelle