Emma Sagasser: Wie eine 20-Jährige den Männerfußball als Schiedsrichterin revolutioniert
Laura ThanelTochter und Vater gemeinsam als Schiedsrichter auf dem Platz - Emma Sagasser: Wie eine 20-Jährige den Männerfußball als Schiedsrichterin revolutioniert
Emma Sagasser, eine 20-jährige Schiedsrichterin, hat seit ihrer Qualifikation im Jahr 2020 bereits fast 100 Spiele geleitet. Oft arbeitet sie dabei an der Seite ihres Vaters Rainer, der denselben Beruf ausübt. Gemeinsam stehen sie für einen wachsenden Trend im bayerischen Fußball: Immer mehr Frauen ergreifen den Schiedsrichterberuf.
Erst kürzlich leitete Emma ein Herrenspiel zwischen dem 1. FC Baiersdorf und dem 1. FC Kronach, in dem sie vier Gelbe Karten zeigte. Ihre Präsenz auf dem Platz ist noch immer ungewöhnlich, denn Schiedsrichterinnen im Männerfußball sind nach wie vor eine Seltenheit. Doch sie ist entschlossen, sich weiterzuentwickeln, und träumt davon, eines Tages in der Frauen-Bundesliga zu pfeifen.
Ihr Vater Rainer unterstützt ihre Ambitionen voll und ganz. Auf dem Platz pflegen die beiden ein professionelles Verhältnis, geprägt von Respekt und Teamwork. Abseits des Rasens fördert er ihren Werdegang und hofft, dass sie weiter aufsteigt.
Emma ist Teil eines größeren Wandels im bayerischen Fußball. Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) zählt 2023 bereits 435 aktive Schiedsrichterinnen – ein Rekord. Jährlich bildet der BFV über 1.000 neue Unparteiische aus und schafft so mehr Möglichkeiten für Nachwuchskräfte wie sie.
Mit fast 100 geleiteten Spielen sammelt Emma Sagasser Erfahrung in einem traditionell männlich geprägten Bereich. Die wachsende Zahl an Schiedsrichterinnen im BFV deutet darauf hin, dass ihr weitere Frauen folgen werden. Ihr langfristiges Ziel, in der Frauen-Bundesliga zu stehen, spiegelt den Wandel im Fußball-Schiedsrichterwesen wider.






