17 June 2026, 17:26

Edge Computing revolutioniert die Industrie mit Echtzeit-Datenverarbeitung

Cloud oder Edge? - Beides!

Edge Computing revolutioniert die Industrie mit Echtzeit-Datenverarbeitung

Edge Computing gewinnt an Bedeutung – Datenverarbeitung direkt vor Ort

Edge Computing setzt sich zunehmend durch, um Daten nah an ihrer Quelle zu verarbeiten. Dadurch verkürzen sich Verzögerungen, und die Zuverlässigkeit steigt. Viele Hersteller bevorzugen diese Technologie mittlerweile gegenüber der Cloud, insbesondere für Aufgaben, die Geschwindigkeit und unterbrechungsfreien Betrieb erfordern.

Peter Heusinger, Experte am Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IIS), erläutert, wie Edge Computing in einer Fabrik funktioniert: Daten werden lokal verarbeitet – sei es in einem Sensor, einer Maschine oder einem nahen „Fog“-Netzwerk. Dieser Ansatz vermeidet die Latenzzeiten und Verbindungsprobleme, die bei rein cloudbasierten Lösungen zu Produktionsstillständen führen können.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Vorteile der Cloud sind den meisten Unternehmen längst bekannt: skalierbarer Speicher, flexible Rechenleistung und planbare Kosten. Doch für die Maschinensteuerung ist die Cloud oft zu langsam. Ein Internetausfall kann ganze Fertigungsstraßen lahmlegen – hier punkten Edge-Lösungen mit mehr Stabilität.

Zunehmend setzen sich hybride Modelle durch. In einer digitalisierten Presswerkstatt nutzen Werkzeuge wie smartNOTCH und F-Scanner 1D Edge Computing für Echtzeitdaten. KI-Modelle, die in der Cloud trainiert wurden, optimieren anschließend die Pressparameter. Eine Kamera mit integriertem KI-Algorithmus kann sogar direkt am Edge Qualitätskontrollen durchführen – mit minimalem Energieverbrauch –, während die Cloud kontinuierlich das maschinelle Lernen verbessert.

Das Fraunhofer-Center für Cloud Computing und IT-Sicherheit (CCIT) treibt diese Entwicklung mit einem „Edge-Cloud-Kontinuum“ voran. Das System verteilt Rechenaufgaben und Speicher dynamisch zwischen Edge und Cloud – je nach aktuellem Bedarf. Diese nahtlose Verknüpfung ermöglicht es, Daten dort zu verarbeiten und abzuspeichern, wo es am effizientesten ist.

Das Edge-Cloud-Kontinuum eröffnet neue Möglichkeiten für das Internet der Dinge (IoT), insbesondere in KI-gestützten Anwendungen. Es vereint die Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit von Edge Computing mit der Skalierbarkeit und Analyseleistung der Cloud. Hersteller können so effizientere und widerstandsfähigere Systeme für industrielle Aufgaben aufbauen.

Quelle