Digitales Tool beschleunigt Bau einer 10-Megawatt-Solaranlage in Bayern
Christina JunitzDigitales Tool beschleunigt Bau einer 10-Megawatt-Solaranlage in Bayern
In Bayern nimmt ein neues Solarprojekt dank einer digitalen Planungsplattform Gestalt an. Die 10-Megawatt-Photovoltaikanlage, entwickelt von Onesolar, setzt auf die Software des Startups dvlp, um Design und Netzanbindung effizienter zu gestalten. Das vor etwa einem Jahr gegründete Unternehmen dvlp richtet sich speziell an Projektentwickler im deutschsprachigen Markt.
Das Solarfeld in Bayern erstreckt sich über ein unregelmäßiges Gelände, das in zwei Polygone unterteilt ist und durch einen schmalen Streifen verbunden wird. Rund 63 Prozent der Fläche gelten als benachteiligte Region, was die Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sichert. Lediglich 400 Quadratmeter stehen als Biotope unter Schutz.
Die Netzanbindung bleibt eine zentrale Hürde für Solarprojekte in Deutschland. Zwei Umspannwerke liegen etwa drei Kilometer vom Standort entfernt – eine Distanz, die mittlerweile als akzeptabel gilt. Dennoch wurden im Oktober allein siebenmal Redispatch-Maßnahmen ausgelöst, was die anhaltenden Netzengpässe unterstreicht.
Die Plattform von dvlp konzentrierte sich zunächst auf Photovoltaik und Batteriespeicher. Zudem soll sie Entwicklern helfen, sich zu vernetzen und gegenseitig Netzkapazitäten zu verleasen, um Anbindungsschwierigkeiten effizienter zu lösen.
Das Projekt von Onesolar zeigt, wie digitale Werkzeuge dabei unterstützen können, typische Hindernisse bei der Solarprojektentwicklung zu überwinden. Funktionen wie die Vernetzung für Netzkapazitäten könnten künftige Vorhaben in der Region erleichtern. Die bayerische Anlage profitiert dabei sowohl von technologischer Unterstützung als auch von Förderfähigkeit.
