Die Linke wächst rasant – und wird jünger als alle anderen Parteien
Christoph Koch IIDie Linke wächst rasant – und wird jünger als alle anderen Parteien
Die Linke verzeichnet in Deutschland einen deutlichen Mitgliederschub im vergangenen Jahr. Interne Zahlen zeigen, dass die Partei nun 126.379 Mitglieder zählt – ein markanter Anstieg gegenüber früheren Werten. Das Wachstum spiegelt zugleich eine spürbare Veränderung in der demografischen Zusammensetzung wider.
Ende 2024 verfügte die Partei über rund 123.000 Mitglieder. Bis zum folgenden Herbst hatte sich diese Zahl im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Noch Ende 2023 lag die Mitgliederzahl bei 50.800, nachdem die prominente Politikerin Sahra Wagenknecht die Partei verlassen hatte.
Das Durchschnittsalter der Mitglieder ist auf unter 39 Jahre gesunken und liegt damit niedriger als bei den meisten anderen deutschen Parteien. 2024 betrug das Durchschnittsalter noch 45 Jahre, wobei Frauen 40 Prozent der Mitglieder stellten. Mittlerweile sind fast 45 Prozent der Mitglieder weiblich.
Die Co-Vorsitzende Ines Schwerdtner plant, die neuen Mitglieder stärker in die inhaltliche Ausrichtung der Partei einzubinden. Bis 2027 soll zudem ein neues Grundsatzprogramm verabschiedet werden. Allerdings hat sich das Mitgliedertempo im Vergleich zu den Vorjahren verlangsamt.
Die Linke erlebt einen deutlichen Mitgliederzuwachs und wird jünger. Der Frauenanteil in der Partei steigt. Mit der geplanten Programmdiskussion und der Einbindung neuer Mitglieder will die Partei ihre künftige Ausrichtung gestalten.






