Die Linke distanziert sich von Stalin-Verherrlichung und antisemitischen Äußerungen ihrer Jugendorganisation
Christoph Koch IIDie Linke distanziert sich von Stalin-Verherrlichung und antisemitischen Äußerungen ihrer Jugendorganisation
Die Führung der Linken hat sich von umstrittenen Äußerungen Mitglieder ihrer Jugendorganisation Linksjugend [’solid] distanziert. In den Aussagen wurde der ehemalige sowjetische Diktator Josef Stalin sowie die DDR verherrlicht, zudem wurden antisemitische Kommentare über Israel getätigt.
Wie aus einem internen Bericht hervorgeht, hatten Mitglieder der Linksjugend [’solid] in einem privaten Forum hetzerische Inhalte veröffentlicht. Dazu zählte ein Bild der israelischen Flagge mit dem Schriftzug „Tod Israel“ sowie antisemitische Behauptungen über „israelische Konzentrationslager“ und einen „israelischen Völkermord“. Die Jugendorganisation hatte zudem Bewunderung für Stalin und die DDR geäußert – obwohl sie Systeme wie die DDR offiziell wegen mangelnder demokratischer Strukturen und staatlicher Repression ablehnt.
Christian Schaft, Fraktionsvorsitzender der Linken in Thüringen, forderte auf dem Bundesparteitag eine klare Verurteilung der Äußerungen. Die Berliner Landesvorsitzenden der Linken, Kerstin Wolter und Maximilian Schirmer, schlossen sich der Kritik an und verlangten Konsequenzen. Parteichefin Ines Schwerdtner verurteilte die Kommentare auf das Schärfste. Auch mehrere Landespolitiker der Linken zeigten sich empört.
Die Linke steht nun in Gesprächen mit der Linksjugend [’solid], um die Vorwürfe aufzuarbeiten. Ziel der Beratungen ist es, Konsequenzen aus den umstrittenen Postings zu ziehen. Die Parteiführung hat deutlich gemacht, dass sie die Äußerungen ablehnt und das Problem angehen wird.






