Deutschland prüft Fracking für mehr Unabhängigkeit bei der Gasversorgung
Christina JunitzDeutschland prüft Fracking für mehr Unabhängigkeit bei der Gasversorgung
Deutschland erwägt den Einsatz von Hydraulic Fracturing, um seine Erdgasversorgung zu stärken. Die Technik könnte dazu beitragen, den langfristigen Energiebedarf zu decken, indem sie die beträchtlichen Schiefergasvorkommen des Landes erschließt. Allerdings bliebe der Einfluss auf die globalen Märkte begrenzt.
Die heimische Gasförderung deckt derzeit nur 4,2 Prozent des deutschen Bedarfs. Durch Fracking könnte dieser Anteil bis 2025 auf 6 bis 12 Prozent steigen, mit einer jährlichen Produktion von 5 bis 10 Milliarden Kubikmetern. Experten warnen jedoch, dass das Verfahren weder kurzfristige Engpässe beheben noch die Preise spürbar senken würde.
Der Aufbau einer Fracking-Industrie würde Jahre in Anspruch nehmen und Hunderte von Bohrungen erfordern. Bei ordnungsgemäßer Regulierung werden die Umweltrisiken als gering eingestuft. Dennoch bleibt unklar, ob sich Fracking ohne Subventionen wirtschaftlich rechnet. Selbst bei voller Kapazität wäre der globale Beitrag des Frackings bescheiden. Es könnte die Energiesicherheit Deutschlands verbessern, den Markt aber nicht grundlegend verändern. Das Land muss die Kosten und Nutzen sorgfältig abwägen, bevor es weitergeht.






