Deutsche Post und Ford bauen gemeinsam elektrische Lieferflotte aus
Christoph Koch IIDeutsche Post und Ford bauen gemeinsam elektrische Lieferflotte aus
Die Deutsche Post hat sich mit Ford zusammengeschlossen, um ihre Flotte elektrischer Lieferfahrzeuge auszubauen. Ziel der Kooperation ist es, größere emissionsfreie Fahrzeuge einzuführen und damit der wachsenden Nachfrage nach nachhaltiger Logistik gerecht zu werden. Die Produktion des neuen Modells Streetscooter XL soll im Juli 2017 starten.
Bisher war die Deutsche Post mit ihrer Streetscooter-Baureihe der einzige Anbieter kleiner elektrischer Lieferwagen. Das Unternehmen plant nun, bis zu 20.000 kleinere Einheiten jährlich in verschiedenen Ausführungen herzustellen. Um emissionsfreie Lieferungen im größeren Maßstab zu ermöglichen, benötigte es jedoch Fahrzeuge mit höherer Kapazität – was die Partnerschaft mit Ford initiierte.
Der Streetscooter XL basiert auf dem Frontantriebs-Fahrgestell des Ford Transit, das gemäß den Vorgaben der Deutschen Post ohne Antriebsstrang geliefert wird. Jürgen Gerdes, Vorstandsvorsitzender der DHL-Sparte Post & Paket, betonte, dass Ford eine der fortschrittlichsten Plattformen am Markt biete. Das XL-Modell verfügt über eine größere Batterie und einen leistungsstärkeren Elektromotor als die Varianten Work und Work L.
Die Produktion des Streetscooter XL beginnt im Juli 2017; bis Ende 2018 sollen mindestens 2.500 Fahrzeuge im Einsatz sein. Die Batterie wiegt fast 400 Kilogramm und ermöglicht eine typische Reichweite von etwas mehr als 100 Kilometern – und das bei allen Wetterbedingungen. Der Hersteller beabsichtigt zudem, die Fahrzeuge, darunter das neue Flaggschiff Work XL, auch an andere Unternehmen zu verkaufen.
Durch die Partnerschaft kann die Deutsche Post größere Fahrzeuge effizient elektrifizieren. Der Streetscooter XL geht 2017 in den Dienst, und bis 2018 sind Tausende Einheiten für den Einsatz geplant. Damit wird der Ausbau emissionsfreier Lieferflotten in verschiedenen Branchen vorangetrieben.






