David Haye verklagt ITV nach Dschungelcamp-Skandal um Frauenfeindlichkeit und Image-Schaden
Christoph Koch IIDavid Haye verklagt ITV nach Dschungelcamp-Skandal um Frauenfeindlichkeit und Image-Schaden
Der ehemalige Boxer David Haye bereitet eine Klage gegen ITV wegen seines Auftritts in Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! Südafrika vor. Der 43-Jährige behauptet, die Show habe seinem Image "nicht wieder gutzumachenden Schaden" zugefügt, nachdem es zu hitzigen Auseinandersetzungen mit seinem Mitstreiter Adam Thomas gekommen war. Zuschauer kritisierten zudem seine umstrittenen Äußerungen über Frauen während der Sendung.
Die Spannungen zwischen Haye und Thomas entluden sich wiederholt während ihres Dschungelaufenthalts. Der Ex-Boxer warf Thomas vor, sich als "Opfer" zu inszenieren und seine Krankheiten zu übertreiben, um Mitleid zu erregen. Ihr Streit vor der Kamera löste weitere Empörung aus, als Haye abfällige Bemerkungen über seine eigene Freundin Sian Osborne machte und sie als jemanden mit "dem Charakter eines richtig hässlichen Vögels" bezeichnete. Osborne wies die Kritik später zurück und betonte, sie habe die Aussage als Kompliment aufgefasst – wer sich daran störe, suche nur nach Anlass zur Empörung.
Haye sah sich zudem Vorwürfen wegen "Body-Shaming" ausgesetzt, nachdem er die Mitkandidatin Gemma Collins verspottet hatte. Zuschauer zu Hause bezeichneten ihn aufgrund seines Verhaltens und seiner Äußerungen als "Frauenfeind" und "lächerlich". Der ehemalige Weltmeister behauptet inzwischen, ITV habe seine Auftritte gezielt so geschnitten, um ihn als "Buhmann" der Show darzustellen.
Als Reaktion auf die Kontroverse hat Haye die renommierte Kanzlei Gatehouse Chambers engagiert, die Stundensätze von 500 Pfund berechnet. Sein Team prüft nun mögliche rechtliche Schritte gegen den Sender.
Im Mittelpunkt des Streits steht Hayes Behandlung während der Dreharbeiten und die Auswirkungen auf sein öffentliches Bild. Er argumentiert, die selektive Schnittführung habe ihn in ein negatives Licht gerückt, während sich ITV bisher nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert hat. Der Fall könnte Präzedenzcharakter dafür haben, wie Reality-TV-Teilnehmer künftig gegen ihre Darstellung vorgehen.






