CSU attackiert Bundespläne zur Apothekenreform als "falsches Signal"
Maren WeihmannCSU attackiert Bundespläne zur Apothekenreform als "falsches Signal"
Die CSU-Landesgruppe in Bayern hat die jüngsten Pläne des Bundesgesundheitsministeriums zur Apothekenreform scharf kritisiert. Die Führungsspitze argumentiert, die Vorschläge untergraben das Vertrauen in Apotheker und gehen nicht auf zentrale Sorgen bei der Gesundheitsversorgung ein. Nun drängt die Landesgruppe auf weitreichende Änderungen, um die Existenz lokaler Apotheken zu sichern und die Patientenversorgung zu verbessern.
Klaus Holetschek, Vorsitzender der CSU-Landesgruppe, warnte, die aktuellen Pläne senden zur falschen Zeit die falschen Signale – besonders in einer Phase, in der das Gesundheitssystem ohnehin unter Druck stehe. Er betonte, Apotheker seien bereits jetzt stark belastet; die Reformen drohten, die Lage weiter zu verschärfen.
Die Landesgruppe fordert eine grundlegende Überarbeitung der bundesweiten Regelungen, um eine sichere und hochwertige Arzneimittelversorgung zu gewährleisten. Zudem verlangen sie eine verbindliche Zusage, dass Apotheken flächendeckend in Bayern erhalten bleiben. Ein verbindlicher Zeitplan für die Umsetzung der Reform soll weitere Verzögerungen verhindern.
Bernhard Seidenath, gesundheitspolitischer Sprecher der CSU, schlägt vor, den Versandhandel mit verschreibungspflichtigen Medikamenten zu verbieten. Carolina Trautner, Apothekerin und Mitglied im Gesundheitsausschuss, unterstrich die unverzichtbare Rolle der Apotheker bei der Beratung von Patienten und der Betreuung ihrer gesundheitlichen Belange.
Die Gruppe lehnt Apothekenbetriebe ohne vor Ort anwesende approbierte Apotheker kategorisch ab. Stattdessen setzt sie sich für weniger bürokratische Hürden und eine bessere Finanzierung präventiver Leistungen ein. Ihre Haltung spiegelt die Frustration über das Scheitern des Bundesgesundheitsministeriums wider, die im Koalitionsvertrag vereinbarten Ziele der Apothekenreform umzusetzen.
Zu den Forderungen der CSU gehören strengere Regeln für den Versand von Rezeptmedikamenten, mehr Unterstützung für lokale Apotheken und ein beschleunigtes Reformtempo. Sollten diese Änderungen durchgesetzt werden, würde sich die Arzneimittelverteilung in Bayern grundlegend wandeln. Die Landesgruppe besteht darauf, dass die aktuellen Vorschläge weder Apotheker noch Patienten ausreichend schützen.






