Christian Streich erhält Memminger Freiheitspreis für sein demokratisches Engagement
Maren WeihmannChristian Streich erhält Memminger Freiheitspreis für sein demokratisches Engagement
Christian Streich erhält Memminger Freiheitspreis
Christian Streich, der ehemalige Trainer des SC Freiburg, ist am Freitag mit dem Freiheitspreis der Stadt Memmingen ausgezeichnet worden. Die Ehrung würdigt sein engagiertes Eintreten für Demokratie, Gerechtigkeit und Menschenwürde. Die Verleihung fand im Rahmen der Feierlichkeiten zum 500-jährigen Jubiläum der Zwölf Artikel statt – einem historischen Bauernmanifest aus Memmingen.
Der Memminger Freiheitspreis wird alle vier Jahre an Personen oder Initiativen verliehen, die sich für Freiheit und Gerechtigkeit einsetzen. Zu den bisherigen Preisträgern zählen Malala Yousafzai, Ai Weiwei, Greta Thunberg und Alexei Nawalny. Streich ist der sechste Empfänger und reiht sich damit in die Liste prominenter Aktivisten ein.
Bürgermeister Jan Rothenbacher überreichte Streich die Freiheitsmedaille sowie eine Faksimile-Ausgabe der Zwölf Artikel. Er bezeichnete den ehemaligen Trainer als "eine starke Stimme unserer Zeit im Geiste der Zwölf Artikel". Die Laudatio hielt Claudia Roth, ehemalige Bundesvorsitzende der Grünen, die Streichs klare Sprache und seine Fähigkeit lobte, Menschen zu erreichen.
Streich nahm die Auszeichnung bescheiden entgegen und sagte: "Ich habe nur gesagt, was ich denke." Er räumte ein, dass seine Haltung sowohl Zustimmung als auch Kritik hervorrufe. Bekannt für sein politisches Engagement, äußert er sich regelmäßig zu Themen wie Migration und betont: "Wir waren alle schon einmal Geflüchtete." Roth hob zudem seinen Appell hervor: "Wer jetzt nicht aufsteht, hat nichts verstanden. Es ist fünf vor zwölf."
Der mit 25.000 Euro dotierte Preis wurde im Rahmen des Schwäbischen Tags verliehen, der das Jubiläumsjahr Memmingens abschloss. Der Freiheitspreis stellt Streich an die Seite globaler Persönlichkeiten, die für ihren Einsatz für Menschenrechte bekannt sind. Die Auszeichnung spiegelt seinen konsequenten öffentlichen Einsatz für Demokratie und soziale Gerechtigkeit wider. Gleichzeitig ehrte die Zeremonie das Erbe der Zwölf Artikel – ein Dokument, das für Widerstand und Fairness steht.






