CDU-Chef Heuer weist AfD-Kooperationsvorwürfe nach Wahlveranstaltung zurück
Maren WeihmannCDU-Chef Heuer weist AfD-Kooperationsvorwürfe nach Wahlveranstaltung zurück
Guido Heuer, Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag von Sachsen-Anhalt, weist jede Absprache mit Ulrich Siegmund, dem Spitzenkandidaten der AfD, zurück. Die Vorwürfe entstanden nach einer aktuellen Wahlveranstaltung, bei der ein Foto und ein Video eine enge Interaktion zwischen den beiden Politikern zu zeigen schienen.
Heuer behauptet, die Aufnahmen vermittelten einen „völlig falschen Eindruck“ von ihrem Gespräch. Zwar räumte er ein, dass seine Geste, nach Siegmunds Mikrofon zu greifen, missverstanden worden sein könnte, betonte jedoch entschieden, dass dies kein Beweis für eine Zusammenarbeit sei.
Die Beziehung der CDU zur AfD bezeichnete er als „Dilemma“: Einerseits trage die Partei das Stigma des Rechtsextremismus, andererseits sei sie demokratisch gewählt. Die CDU müsse zwar die Politik der AfD ablehnen, sich aber dennoch an die parlamentarischen Spielregeln halten.
Heuer unterstrich, dass die Herkunft von Abstimmungsergebnissen im Parlament nicht über die inhaltliche Position entscheiden dürfe. Er rief alle Fraktionen dazu auf, die Vorschläge der CDU dann zu unterstützen, wenn sie sachlich übereinstimmten. Gleichzeitig kritisierte er die öffentliche Aufmerksamkeit für den Vorfall, die von zentralen Themen wie Deregulierung und Fachkräftemangel ablenke.
Der CDU-Politiker betont, es habe keinerlei Absicht gegeben, mit der AfD zusammenzuarbeiten. Die Priorität seiner Partei liege weiterhin in einer inhaltlich begründeten Opposition – stets im Rahmen der parlamentarischen Ordnung. Doch die Debatte um den Vorfall überlagert weiterhin die dringenderen politischen Diskussionen in der Region.






