Bremer Buchhandlung "Golden Shop" provoziert mit neuem Redesign und Verfassungsschutz-Zertifikat
Christoph Koch IIBremer Buchhandlung "Golden Shop" provoziert mit neuem Redesign und Verfassungsschutz-Zertifikat
Buchhandlung „Golden Shop“ in Bremen mit auffälligem Redesign
Die Bremer Buchhandlung „Golden Shop“ hat ein markantes Redesign erhalten. Ihre Fassade zieren nun handschriftliche Zitate von Kulturminister Wolfram Weimer, die einen umstrittenen Spruch ersetzen, der einst das Gebäude prägte.
Ursprünglich prangte auf dem Giebel der Buchhandlung der Satz „Deutschland verrecke bitte“. Dieser Slogan führte dazu, dass der Laden von der Verleihung des Deutschen Buchhandlungspreises 2026 ausgeschlossen wurde – obwohl er für den mit 15.000 Euro dotierten Preis als „herausragende Buchhandlung“ nominiert gewesen war. Erst kürzlich hatten sechs Personen ein großes Stofftransparent am selben Giebel befestigt, um die alte Botschaft zu überdecken.
Im Schaufenster ist nun ein riesiges Porträt Weimers neben seinen veröffentlichten Werken zu sehen. Dennoch bestätigte Inhaberin Ausma Zvidrina, dass die Buchhandlung seine Bücher weiterhin nicht führen werde. Zudem verkauft der Laden Tassen mit dem Aufdruck „The Golden Shop: Empfohlen vom Verfassungsschutz“.
Für das Redesign erhielt die Buchhandlung ein Zertifikat, das sie zur „besten Buchhandlung unter Beobachtung des Verfassungsschutzes“ erklärt. Die Veränderungen stellen jedoch keine offizielle Distanzierung von linksextremistischen Positionen dar.
Die neue Gestaltung umfasst Weimers Zitate sowie das Zertifikat des Verfassungsschutzes. Gleichzeitig bleibt das Sortiment an themenbezogenem Merchandise erhalten – und mit ihm die ablehnende Haltung gegenüber bestimmten Werken. Der Ausschluss vom Buchhandlungspreis bleibt bestehen.






