Breitbrunns endlose Bürgermeisterwahl: Warum 200 Einwohner monatelang ohne Ergebnis bleiben
Christoph Koch IIEin Kandidat - Und doch eine Stichwahl in der kleinsten Gemeinde - Breitbrunns endlose Bürgermeisterwahl: Warum 200 Einwohner monatelang ohne Ergebnis bleiben
Breitbrunn am Chiemsee: Kleinste Gemeinde Bayerns wählt monatelang ohne Ergebnis
In Breitbrunn am Chiemsee, Bayerns kleinster Gemeinde mit nur 200 Einwohnern, sorgte die Bürgermeisterwahl für ungewöhnliche Ergebnisse. Zwar trat nur ein offizieller Kandidat an, doch fast die Hälfte der Wähler schrieb andere Namen auf die Stimmzettel. Nach einer Stichwahl ohne gültiges Ergebnis steht die Wahl nun vor weiteren Verzögerungen.
In der ersten Runde sicherte sich Armin Krämmer 47,7 Prozent der Stimmen. Die übrigen 52,3 Prozent entfielen auf write-in-Kandidaten – also frei eingereichte Namen –, wodurch ein direkter Sieg verhindert wurde. Da keine absolute Mehrheit zustande kam, wurde für den 22. März eine Stichwahl angesetzt.
Die Wahlbeteiligung lag bei fast 80 Prozent, ein Zeichen für großes lokales Interesse. Doch die Stichwahl platzte, als Michael Lanzinger, der im ersten Durchgang 21,5 Prozent erhalten hatte, seine Kandidatur zurückzog. Ohne Gegenkandidaten wurden keine Stimmen gegen Krämmer abgegeben, sodass die Behörden eine Neuwahl ansetzen mussten. Diese soll voraussichtlich im Juni stattfinden.
Breitbrunn am Chiemsee umfasst drei Inseln – Fraueninsel, Herreninsel und Krautinsel –, was die organisatorische Herausforderung einer erneuten Wahl zusätzlich erhöht.
Der Wahlprozess zieht sich nun schon seit Monaten hin, ohne dass ein Bürgermeister feststeht. Die für Juni geplante Abstimmung wird zeigen, ob Krämmer das Amt schließlich übernimmt oder ob sich ein neuer Bewerber durchsetzt. Die Entscheidung wird die Führung für die 200 Einwohner der Gemeinde bestimmen.