Brandserie in München: 32-Jähriger soll Baumaschinen, Zug und Windrad angezündet haben
Christoph Koch IIBrandserie in München: 32-Jähriger soll Baumaschinen, Zug und Windrad angezündet haben
Ein 32-jähriger Mann muss sich wegen einer Serie von Brandanschlägen in und um München vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, über mehrere Jahre hinweg Baumaschinen, einen Zug und eine Windkraftanlage in Brand gesetzt zu haben. Der Fall könnte mit Dutzenden ähnlicher Vorfälle seit August 2023 in Verbindung stehen.
Die Münchner Staatsanwaltschaft hat den Beschuldigten offiziell wegen zweier Brandstiftungen und eines versuchten Delikts angeklagt. Im Juli 2024 soll er in Oberhaching bei München einen Bauzug angezündet haben. Bereits zuvor wird ihm zur Last gelegt, auf einem Firmengelände im Norden Münchens Baumaschinen in Brand gesteckt zu haben, wobei ein Schaden von rund einer Million Euro entstand. Ermittlern zufolge versuchte er zudem, eine Windkraftanlage in Berg niederzubrennen.
Die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) bringt den Mann mit Texten in Verbindung, die Straftaten verherrlichen und von einem anarchistischen Medium veröffentlicht wurden. Unterdessen hat die Sonderermittlungsgruppe Ermittlungsgruppe Raute Dutzende weitere Brandanschläge in der Region seit August 2023 dokumentiert. Betroffen waren unter anderem Funkmasten, Bahnanlagen, kritische Infrastruktur und Polizeifahrzeuge.
Das Landgericht München I wird nun die Anklage prüfen und entscheiden, ob das Verfahren vor Gericht kommt.
Bei einer Verurteilung könnte der Beschuldigte mit einer ganzen Welle von Brandanschlägen auf Infrastruktur in München in Verbindung gebracht werden. Die Anklage stützt sich auf Beweise, die ihn mit mehreren Taten und extremistischen Schriften in Verbindung bringen. Ein Prozess würde seine mutmaßliche Rolle in dem größeren Muster der Zerstörung untersuchen.