Brandenburger Grundschule bekennt sich gegen Rassismus – doch Eltern klagen dagegen
Christoph Koch IIBrandenburger Grundschule bekennt sich gegen Rassismus – doch Eltern klagen dagegen
Grundschule Bestensee in Brandenburg tritt dem Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ bei
Die Bestenseer Grundschule in Brandenburg wird Teil des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Der Beschluss folgt auf eine Abstimmung, bei der 78 Prozent der teilnehmenden Mitglieder für den Beitritt stimmten. Eine Elterninitiative lehnt das Vorhaben jedoch von Anfang an ab.
Für die Aufnahme in das Netzwerk war eine Zustimmung von mindestens 70 Prozent erforderlich. An der Abstimmung beteiligten sich 92 Prozent der stimmberechtigten Mitglieder, wobei eine deutliche Mehrheit das Projekt unterstützte. Dennoch formierte sich Widerstand aus einer Elterngruppe, die von einem Mitglied der rechtspopulistischen AfD angeführt wird.
Der Initiator der Gegenbewegung wirft dem Netzwerk vor, gegen die politische Neutralität zu verstoßen. Die Gruppe veröffentlichte zudem einen Artikel, der Schulen unterstützt, die AfD-Politiker von Diskussionen ausschließen. Sowohl die Schule als auch das Brandenburgische Bildungsministerium wiesen diese Bedenken zurück.
Bildungsminister Gordon Hoffmann besuchte die Schule, um seine Unterstützung für das Projekt zu bekunden. Unterdessen hat der Gründer der Initiative rechtliche Schritte eingeleitet. Er reichte beim Verwaltungsgericht Cottbus Klage ein, um die Behörde zu zwingen, über einen Antrag auf aufsichtsrechtliches Einschreiten gegen die Zusammenarbeit der Schule mit dem Netzwerk zu entscheiden.
Der Beitritt der Schule zum Netzwerk steht nun fest. Das gerichtliche Verfahren läuft jedoch weiter, eine Entscheidung steht noch aus. Der Ausgang des Verfahrens wird zeigen, ob die Behörde ihre Haltung zur Teilnahme der Schule überprüfen muss.






