Brand in Landshut 2024: Wie ein Lebensmittelbetrieb das Grundwasser vergiftete
Christina JunitzBrand in Landshut 2024: Wie ein Lebensmittelbetrieb das Grundwasser vergiftete
Brand in Lebensmittelbetrieb in Landshut führt 2024 zu Grundwasserverschmutzung
Ein Brand in einem Lebensmittelproduktionsbetrieb in Landshut im August 2024 verursachte eine Belastung des Grundwassers. Löschwasser und Schaummittel drangen in den Boden ein, woraufhin die Stadt vor der Nutzung von Grundwasser im betroffenen Industriegebiet warnte. Seither wird die Kontamination engmaschig überwacht.
Nach dem Vorfall riet die Stadt Landshut den Anwohnern, auf die Nutzung von Grundwasser in der Industriezone zu verzichten. Umfassende Untersuchungen zur Ausbreitung der Schadstoffe fanden gegen Ende 2024 statt.
Grundwasserproben, die Ende November 2024 entnommen wurden, zeigten eine deutliche Verbesserung der Schadstoffwerte. Die meisten Substanzen – mit Ausnahme von Nickel – waren im Vergleich zu früheren Tests deutlich zurückgegangen. Benedikt Haseneder, Leiter des städtischen Umweltamts, betonte, dass die zunächst großflächige Warnzone inzwischen stark verkleinert werden konnte.
Eine aktualisierte Karte zeigt die neuen Grenzen des Vorsorgebereichs. Nur noch eine kleine Zone direkt neben dem Firmengelände unterliegt Nutzungsbeschränkungen für Grundwasser.
Anwohner in der verbleibenden Warnzone müssen nach wie vor darauf verzichten, Grundwasser zum Gärtnern, Baden oder Trinken zu verwenden. Die kommunale Trinkwasserversorgung bleibt jedoch unbeeinträchtigt und ist weiterhin bedenkenlos nutzbar. Die Lage bessert sich weiterhin, da die Überwachungs- und Sanierungsmaßnahmen voranschreiten.
