Zu viel Risiko? Kompany äußert sich zu Verletzungsrückkehrern - Bayerns Verletzungspech trifft Kompany vor Leverkusen-Duell hart
FC Bayern München kämpft mit einer neuen Verletzungswelle bei Schlüsselspielern. Die jüngsten Rückschläge trafen den Rekordmeister nur wenige Tage nach dem souveränen 6:1-Sieg in der Champions League gegen Atalanta Bergamo. Trainer Vincent Kompany steht nun vor einer defensiven Krise im Vorfeld des schwierigen Duells mit Bayer Leverkusen.
Die Probleme begannen am 11. März, als gleich vier Spieler in ein und demselben Spiel verletzt ausfielen. Torhüter Manuel Neuer riss sich einen Muskel in der linken Wade – nur eine Woche, nachdem er von einer vorherigen Pause zurückgekehrt war. Linksverteidiger Alphonso Davies zog sich eine Oberschenkelzerrung zu, während Mittelfeldspieler Jamal Musiala eine Reaktion in seinem operierten linken Fuß erlitt. Verteidiger Jonas Urbig fiel zudem mit einer Gehirnerschütterung aus, könnte aber bereits nächste Woche zurückkehren.
Neuer und Davies werden frühestens Anfang April wieder einsatzbereit sein, sodass Sven Ulreich zwischen den Pfosten einspringen muss. Der 37-Jährige hat seit eineinhalb Jahren kein Bundesliga-Spiel mehr bestritten. Musiala soll demnächst das Training wiederaufnehmen, ein konkretes Comeback-Datum steht jedoch noch nicht fest. Stürmer Harry Kane, der sich in der Champions League eine Wadenprellung zuzog, wurde nicht voreilig zurück in den Kader geholt.
Kompany wies Vorwürfe zurück, der FC Bayern setze Spieler zu früh ein und gehe damit unnötige Risiken ein. Gleichzeitig warnte er vor der schwierigen Aufgabe gegen Leverkusen und verwies auf die jüngsten Probleme des FC Arsenal in der BayArena. "Wenn selbst sie dort Schwierigkeiten hatten, wissen wir, dass wir absolute Top-Leistungen bringen müssen, um ein Ergebnis zu erzielen", so der Trainer.
Auf der Verletztenliste des FC Bayern stehen derzeit Neuer, Davies, Musiala und Urbig – nur Letzterer steht kurz vor der Rückkehr. Ulreichs Erfahrung im Tor wird entscheidend sein, während Kompanys Mannschaft das Schlüsselspiel ohne mehrere Stammkräfte bestreiten muss. Die Länderspielpause bietet eine kurze Verschnaufpause, bevor sich die Mannschaft im April wieder sammelt.