30 March 2026, 12:27

Bayerns Handwerk zwischen Hoffnung und anhaltenden Krisenzeichen

Ein 15. Jahrhundert-Kartenplakat von Bayern, das Flüsse, Berge und Städte zeigt, begleitet von beschreibendem Text und Logos.

Die Handwerksindustrie in Bayern schrumpft - Bayerns Handwerk zwischen Hoffnung und anhaltenden Krisenzeichen

Bayerns Handwerk kämpft weiter mit wirtschaftlichen Herausforderungen – trotz vorsichtiger Hoffnungsschimmer

Trotz erster Anzeichen für zaghaften Optimismus bleibt die Lage im bayerischen Handwerk angespannt. Eine aktuelle Umfrage des Bayerischen Handwerkstags (BHT) zeigt ein gemischtes Bild: Während die Umsätze und die Beschäftigtenzahlen im dritten Quartal 2023 rückläufig waren, blicken immer mehr Betriebe zuversichtlicher in die kommenden Monate.

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Laut dem jüngsten Konjunkturbericht des BHT, für den rund 2.100 Unternehmen befragt wurden, sanken die realen Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,8 Prozent. Der Gesamtumsatz belief sich auf 37,8 Milliarden Euro – ein Rückgang, der die anhaltenden Belastungen der Branche widerspiegelt. Auch die Beschäftigung ging zurück: Ende September waren noch 951.400 Menschen im Handwerk beschäftigt, 1,3 Prozent weniger als 2022.

Die Nachfrage entwickelt sich uneinheitlich: 31 Prozent der Betriebe verzeichnen rückläufige Aufträge, während nur 13 Prozent von einer Belebung berichten. Dennoch bewerten 82 Prozent der Unternehmen ihre aktuelle Situation als gut oder befriedigend – zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Die Auftragsbücher bleiben stabil: Im Schnitt reichen die Bestände für 8,7 Wochen, genau wie vor zwölf Monaten.

Für die Zukunft zeigen sich 79 Prozent der Betriebe optimistisch und erwarten eine stabile oder sogar bessere Geschäftslage – ein Anstieg um drei Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Doch BHT-Präsident Franz Xaver Peteranderl warnt: Ohne zügige Lösungen für strukturelle Probleme reichen selbst Sondermittel für Verteidigung und Infrastruktur nicht aus. Er fordert stärkere Anreize für private Investitionen und Maßnahmen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. "Von einer echten Erholung kann noch keine Rede sein", betont Peteranderl.

Das bayerische Handwerk steht damit weiterhin vor großen Herausforderungen: Sinkende Umsätze und Beschäftigtenzahlen stehen einem leichten Stimmungsaufschwung gegenüber. Zwar blicken die meisten Betriebe verhalten positiv in die Zukunft, doch der BHT pocht auf tiefgreifende Reformen, um die langfristige Stabilität der Branche zu sichern. Ohne sie droht die aktuelle wirtschaftliche Schwächephase anzudauern.

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