Bayerns erstes schwimmendes Solarkraftwerk revolutioniert die Energiewende in Gilching
Maren WeihmannBayerns erstes schwimmendes Solarkraftwerk revolutioniert die Energiewende in Gilching
In Gilching geht bahnbrechendes schwimmendes Solarkraftwerk ans Netz
In Gilching, Bayern, ist ein innovatives Photovoltaik-Kraftwerk in Betrieb gegangen, das auf einem Baggersee schwimmt und die bahnbrechende SKipp-Technologie nutzt. Das Projekt markiert den Abschluss von zehn Jahren Forschung durch das Unternehmen Sinn Power. Bei der feierlichen Inbetriebnahme versammelten sich Vertreter aus Politik und Wirtschaft, um den Meilenstein für die Energiewende in der Region zu würdigen.
Die Anlage schwimmt auf einem ehemaligen Kiesabbau-See und umfasst 2.600 vertikal montierte Solarmodule, die mit einem Seilsystem verankert sind und etwa 4,65 Prozent der Wasseroberfläche bedecken. Durch ihre Ost-West-Ausrichtung wird die Sonneneinstrahlung über den gesamten Tag optimal genutzt.
Mit einer installierten Leistung von 1,87 Megawatt soll das Kraftwerk jährlich rund zwei Gigawattstunden Strom erzeugen – genug, um den jährlichen Energiebedarf des Kieswerks um etwa 70 Prozent zu senken. Doch nicht nur die Energiegewinnung überzeugt: Die Konstruktion schafft bereits neue Lebensräume und lockt Wasservögel zum Brüten sowie Fischschwärme an.
Zur Einweihung kamen über hundert Gäste, darunter Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder. Er betonte, das Projekt belege die Vorreiterrolle des Freistaats bei erneuerbaren Energien. Bayernwerk-Chef Dr. Egon Westphal bezeichnete die Anlage als "Aushängeschild der Energiewende" und unterstrich ihre Bedeutung für eine nachhaltige Entwicklung.
Das Kraftwerk in Gilching zeigt, wie schwimmende Solartechnologie Energieerzeugung mit ökologischen Vorteilen verbinden kann. Nach zehn Jahren Forschung an der SKipp-Technologie durch Sinn Power dient das Projekt nun als Vorbild für künftige Initiativen im Bereich der erneuerbaren Energien in der Region.






