Bayern verdoppelt Games-Förderung und setzt auf Wachstumsstudie für die Branche
Maren WeihmannBayern verdoppelt Games-Förderung und setzt auf Wachstumsstudie für die Branche
Bayern will seine Spielebranche mit erhöhter Förderung und einer großen neuen Studie stärken. Die Region beherbergt bereits rund 250 Gaming-Unternehmen – ein Anstieg um 40 Prozent seit 2021 – und will nun ihre Position als führender deutscher Standort für Spieleentwicklung weiter ausbauen. Digitalminister Fabian Mehring kündigte Pläne an, die finanzielle Unterstützung für den Sektor zu verdoppeln und gleichzeitig eine umfassende Studie in Auftrag zu geben, die das künftige Wachstum lenken soll.
Die Landesregierung hat zusätzliche 42.000 Euro für eine detaillierte Untersuchung der bayerischen Games-Branche bereitgestellt. Die von der Goldmedia GmbH durchgeführte Studie wird wirtschaftliche Kennzahlen, Unternehmensstrukturen und Marktchancen analysieren. Erste Ergebnisse werden für Anfang 2026 erwartet, wobei der FilmFernsehFonds Bayern (FFF Bayern) als Partner für die Genauigkeit der Daten sorgt.
Minister Mehring hat deutlich gemacht, dass er Bayern in der Spieleentwicklung "auf das nächste Level" bringen will. Sein Ziel ist es, die Region als attraktivsten Standort für Game-Entwickler in Deutschland zu festigen. Der Schritt folgt auf Jahre des Wachstums: Die Zahl der Studios stieg von etwa 180 im Jahr 2021 auf heute 250 – angetrieben durch Netzwerke wie Bayern Digital Medien und die wachsende Game-Dev-Community in München.
Im kommenden Frühjahr wird München die Verleihung des Deutschen Computerspielpreises ausrichten und damit das Engagement Bayerns weiter unterstreichen. Die Veranstaltung, kombiniert mit der neuen Studie und den erhöhten Fördermitteln, zeigt eine abgestimmte Strategie, um lokale Talente zu fördern und mehr Investitionen anzuziehen.
Die Studie wird Daten zu Beschäftigung, Umsätzen und Investitionstrends in der bayerischen Spielebranche liefern. Mit der Verdopplung der Fördergelder und einem bedeutenden Branchenereignis am Horizont positioniert sich die Region für eine fortschreitende Expansion. Die Ergebnisse sollen helfen, politische Maßnahmen zu entwickeln, die das Wachstum sichern und künftige Herausforderungen bewältigen.