Bayern und Niedersachsen fordern Reformen bei Netzanbindungsregeln für Batteriespeicher
Maren WeihmannBayern und Niedersachsen fordern Reformen bei Netzanbindungsregeln für Batteriespeicher
Bayern und Niedersachsen setzen sich gemeinsam für Reformen bei Netzanbindungsregeln ein
Die beiden Bundesländer fordern, dass Batteriespeicher von der Kraftwerks-Netzanschlussverordnung (KraftNAV) ausgenommen werden. Der Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der Deutschland mit einer Flut von Netzanbindungsanträgen konfrontiert ist – insgesamt 500 Gigawatt, weit mehr als das Land kurzfristig benötigt.
Das Thema stand im Mittelpunkt des „Bayerischen Netzgipfels“, der am Mittwoch auf Einladung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) stattfand. Dort präsentierte Bayern einen 11-Punkte-Plan, um den Netzausbau zu beschleunigen und zu vereinfachen. Zu den zentralen Maßnahmen gehören der Verzicht auf die herkömmliche Zustellung von Planfeststellungsbeschlüssen sowie schnellere juristische Prüfungen im Artenschutz.
Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) kritisierte das aktuelle Netzanbindungsverfahren als chaotisch. Er forderte die Bundesregierung auf, die marktgetriebene Expansion von Batteriespeichern stärker zu steuern. Bayern kündigte zudem an, große Energieverbraucher wie Rechenzentren bei der Netzanschlussvergabe priorisieren zu wollen.
Die Forderung nach einer Befreiung von Batteriespeichern von der KraftNAV stieß im Bundesrat auf breite Unterstützung. Die nächste Sitzung der Länderkammer ist für den 26. September angesetzt, wo das Thema weiter beraten wird.
Die Zustimmung des Bundesrats zur Ausnahmeregelung markiert einen wichtigen Schritt, um Engpässe bei Netzanbindungen zu entschärfen. Angesichts von 500 Gigawatt an ausstehenden Anträgen zielen die geplanten Änderungen darauf ab, Genehmigungsverfahren zu straffen und dringende Infrastrukturprojekte voranzutreiben. Wie schnell diese Maßnahmen greifen, hängt maßgeblich von der Reaktion der Bundesregierung auf Bayerns Vorschläge ab.






