18 March 2026, 16:24

Bayern sucht demokratische Vorbilder für Straßen und Plätze

Ausführliche alte Karte von München, Deutschland, mit Straßen, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten auf schwarzem Hintergrund, begleitet von Textbeschriftungen.

Bayern sucht demokratische Vorbilder für Straßen und Plätze

Neue Initiative in Bayern sammelt Namen von Demokratie-Förderern

In Bayern läuft eine neue Initiative, die Namen von Persönlichkeiten zusammenträgt, die sich besonders für die Demokratie in der Region eingesetzt haben. Der Brauchtumsverein Heimat Bayern erstellt eine Liste mit potenziellen Persönlichkeiten, die künftig mit Straßen- und Platznamen geehrt werden könnten. Die Organisatoren hoffen, dass das Projekt Diskussionen anregt und den Kommunen gut recherchierte Vorschläge für künftige Namensgebungen liefert.

Die Kampagne ruft Bürgerinnen und Bürger auf, Namen von Menschen einzureichen, die sich in besonderer Weise um die bayerische Demokratie verdient gemacht haben. Vorschläge können Politiker, Künstler, Kabarettisten oder Journalisten umfassen – vorzugsweise Verstorbene. Als mögliche Beispiele nennt die Gruppe bereits SPD-Persönlichkeiten wie Waldemar von Knoeringen und Erhard Auer.

Einsendungen sind bis Ende März nächsten Jahres möglich. Jeder Vorschlag muss eine Begründung enthalten, warum die betreffende Person eine Würdigung verdient. Die Initiative betont, dass kein Thema tabu ist, da es darum geht, eine offene Debatte anzuregen.

Eine Fachjury aus Historikern – Ferdinand Kramer, Bernhard Löffler und Martina Steber – wird die eingereichten Vorschläge prüfen. Sie bewerten, ob das Wirken der Kandidaten mit demokratischen Werten vereinbar ist, darunter auch ihre Haltung zur NSDAP. Die fertige Liste, die bis zum nächsten Sommer erwartet wird, soll anschließend dem Bayerischen Städtetag und dem Gemeindeverband zur Verfügung gestellt werden.

Obwohl die Liste als Orientierungshilfe dient, bleibt die endgültige Entscheidung über Straßennamen bei den einzelnen Kommunen. Ziel des Projekts ist es, eine "positive Liste" zu erstellen, die helfen soll, Kontroversen um problematische historische Figuren zu vermeiden.

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Die fertige Übersicht wird den Kommunen eine geprüfte Auswahl an Namen bieten, die mit der demokratischen Geschichte Bayerns verbunden sind. Bürgerinnen und Bürger haben noch mehrere Monate Zeit, ihre Ideen einzubringen, bevor die Frist abläuft. Der Erfolg der Initiative hängt von der öffentlichen Beteiligung und der Bewertung durch das Expertengremium ab.

Quelle