Bayern streicht Förderung für "Landfrauen machen Schule" – 80 Klassen betroffen
Laura ThanelBayern streicht Förderung für "Landfrauen machen Schule" – 80 Klassen betroffen
Die Förderung für die Bildungsinitiative "Landfrauen machen Schule" wurde vom Freistaat Bayern überraschend gestrichen. Die kurz vor Jahresende bekannt gegebene Entscheidung lässt 80 Schulklassen in der Region ohne Unterstützung zurück. Lokale Politikerinnen und Vertreter der Landwirtschaft setzen sich nun für eine Rücknahme der Kürzungen ein.
Die Debatte erreichte auf dem Tag der LandFrauen in Zirndorf einen Höhepunkt. Bettina Hechtel, die Kreisbäuerin, kritisierte vor Vertretern aus Politik und Landwirtschaft öffentlich den Entzug der Mittel. Sie forderte Petra Guttenberger (CSU) und Harry Scheuenstuhl (SPD) direkt auf, einzugreifen und das Programm zu retten.
Hechtel betonte die Bedeutung der landwirtschaftlichen Bildung für Kinder. Sie appellierte an beide Politiker, sich für die Arbeit der Initiative und die betroffenen 80 Klassen einzusetzen. Ursprünglich hatte das Programm 355 Klassen unterstützt, bevor die Kürzungen in Kraft traten.
Guttenberger bestätigte auf Nachfrage, bereits Schritte unternommen zu haben, um das Problem zu lösen. Sie äußerte sich optimistisch, dass die Initiative in diesem Jahr noch stattfinden könne. Scheuenstuhl verwies unterdessen auf seine Bemühungen, im Rahmen der Haushaltsverhandlungen des Landes höhere Mittel für die Landwirtschaft zu sichern. Zudem bat er Hechtel um eine detaillierte Aufstellung der Auswirkungen der Kürzungen, um die Lage besser einschätzen zu können.
Beide Politiker sagten zu, sich nach Hechtels Appell weiter mit der Angelegenheit zu befassen.
Die Zukunft von "Landfrauen machen Schule" steht durch die Streichung der Gelder infrage. Da 80 Klassen nun ohne Förderung dastehen, hängt die Fortführung der Initiative von politischem Handeln ab. Guttenberger und Scheuenstuhl haben sich zwar zu einer Prüfung der Sachlage bereit erklärt, eine sofortige Lösung steht jedoch noch aus.






