18 March 2026, 06:25

Batteriespeicher-Boom in Deutschland: Warum Tausende Projekte noch auf Realisierung warten

Luftaufnahme einer Solar-Farm mit Panelen, umgeben von Bäumen, Gras, Wasser und einer Bahn auf einem Gleis.

Batteriespeicher-Boom in Deutschland: Warum Tausende Projekte noch auf Realisierung warten

Deutschland verzeichnete 2023 einen Boom bei gewerblichen Batteriespeicherprojekten. Über 9.700 Anträge wurden allein im vergangenen Jahr eingereicht – ein deutliches Zeichen für das große Interesse am Ausbau der Energiespeicherkapazitäten des Landes. Doch nur ein Bruchteil dieser Anlagen ist derzeit tatsächlich in Betrieb.

Aktuell sind bundesweit lediglich 921 gewerbliche Batteriespeicher in Betrieb. Zusammen liefern sie eine Nennleistung von rund 2,3 Gigawatt und eine Speicherkapazität von etwa 3,2 Gigawattstunden. Gemessen an den geplanten Ausbauzielen fallen diese Zahlen noch bescheiden aus.

Im vergangenen Jahr genehmigten die Behörden etwa 3.800 Netzanschlussbegehren. Würden alle diese Projekte realisiert, stünden insgesamt 25 Gigawatt Leistung und 46 Gigawattstunden Speicherkapazität zur Verfügung. Zum Vergleich: Die genehmigte Kapazität könnte eine Stadt von der Größe Münchens fast sechs Tage lang mit Strom versorgen.

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Die Pipeline an geplanten Anlagen ist noch deutlich größer. Entwickler haben Vorhaben mit einer geplanten Gesamtleistung von 400 Gigawatt und einer Speicherkapazität von 661 Gigawattstunden eingereicht. Unklar ist jedoch, wie viele der rund 10.000 Anträge aus dem Jahr 2024 über die Genehmigung hinaus tatsächlich in den Bau übergegangen sind.

Die Kluft zwischen geplanten und betrieblichen Speichern bleibt damit beträchtlich. Während Tausende Projekte auf Genehmigung oder Umsetzung warten, speisen nur wenige bereits Strom ins Netz ein. Die Zahlen zeigen sowohl die rasant wachsende Nachfrage als auch die Herausforderungen, aus Planungen funktionierende Infrastruktur zu machen.

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