Autoindustrie fürchtet Jobverluste durch E-Mobilität und fordert politische Lösungen
Maren WeihmannAutoindustrie fürchtet Jobverluste durch E-Mobilität und fordert politische Lösungen
Deutsche Autoindustrie warnt vor Jobverlusten durch E-Mobilität
Die deutsche Automobilbranche hat sich besorgt über den Umstieg auf Elektrofahrzeuge und dessen Auswirkungen auf Arbeitsplätze geäußert. In einem neuen Positionspapier mit dem Titel "Positionsammlung für die IAA 2025" forderte der Verband der Automobilindustrie (VDA) politische Maßnahmen, um Beschäftigung zu sichern. Die Unionsfraktion schloss sich den Forderungen des VDA an und kritisierte zugleich die Pläne zum schrittweisen Ausstieg aus Verbrennungsmotoren.
In dem Papier werden unter anderem bessere Infrastrukturmaßnahmen gefordert, darunter der Ausbau der Strom- und Wasserstoffnetze sowie eine verbesserte Mobilfunkabdeckung auf Autobahnen und Bundesstraßen.
Der VDA warnte, dass die Umstellung auf Elektroautos zu einem Abbau von Arbeitsplätzen in der Branche führen werde. Er rief die Politik auf, in Deutschland neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen, um die Verluste auszugleichen. Die Unionsfraktion teilte diese Bedenken und bezeichnete das geplante Verbot von Verbrennern als überzogen und undurchführbar.
Zudem setzte sich der VDA für Fördermittel zur Modernisierung ein und schlug vor, dass staatliche Sondervermögen den Mobilfunkausbau auf wichtigen Verkehrswegen vorantreiben könnten. Der Bundestagsabgeordnete Tilman Kuban (CDU) unterstützte zwar die Haltung des VDA, ging in seinen Forderungen aber noch weiter: Er schlug vor, die aktuelle "Grenzwerte-Regelung" abzuschaffen und forderte eine klarere rechtliche Formulierung, um Bußgelder auszusetzen.
Während die Unionsfraktion ein Qualifizierungsprogramm zur Umschulung von Beschäftigten vorstellte, widersprach Kuban. Er argumentierte, es gebe derzeit keinen Fachkräftemangel, weshalb solche Maßnahmen überflüssig seien. Der VDA betonte hingegen, seine Mitwirkung an dem Papier sei Teil eines normalen demokratischen Prozesses und unterstrich die Zusammenarbeit mit der Politik.
Kuban fügte dem Dokument eigene Anmerkungen hinzu, die er in Rot markierte, um seine persönliche Position von der offiziellen Haltung des VDA abzugrenzen.
Das Positionspapier spiegelt die wachsenden Spannungen um die Zukunft der deutschen Automobilindustrie wider. VDA und Unionsfraktion stellen sich gemeinsam gegen das Verbrenner-Aus und fordern stattdessen Infrastrukturinvestitionen. Nun liegt es an den Gesetzgebern, auf die Vorschläge zu reagieren – mit Arbeitsplatzsicherung und Netzausbau als zentrale Prioritäten.






