19 June 2026, 02:29

Augsburger Forvia-Werk wird zum Rüstungszentrum für Bundeswehr-Fahrzeuge

Forvia verkauft Augsburger Werk an GDELS

Augsburger Forvia-Werk wird zum Rüstungszentrum für Bundeswehr-Fahrzeuge

Der französische Automobilzulieferer Forvia hat sich darauf verständigt, sein Werk in Augsburg an General Dynamics European Land Systems (GDELS) zu verkaufen. Der Schritt markiert einen bedeutenden Wandel für den traditionsreichen Industriestandort, der jahrzehntelang Abgassysteme hergestellt hat. GDELS plant, das Werk zu einem Zentrum für die Produktion militärischer Fahrzeuge umzubauen.

Das Augsburger Werk blickt auf eine Geschichte bis ins Jahr 1875 zurück. Es gehörte zuvor zur Sparte Clean Mobility von Forvia und fertigte Abgasanlagen für Pkw und Nutzfahrzeuge. Der Verkauf erfolgt im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung von Forvia, das seine Aktivitäten an veränderte Marktanforderungen anpasst – insbesondere an den Rückgang herkömmlicher Antriebskomponenten durch den Aufstieg der Elektromobilität.

GDELS wird den Standort für die Herstellung militärischer Mobilitätslösungen nutzen. Das Unternehmen verwies auf die wachsende Nachfrage der Bundeswehr nach geschützten Fahrzeugen als zentralen Grund für die Übernahme. Das Augsburger Werk soll zum größten Fahrzeugproduktionsstandort von GDELS in Deutschland werden und als Kompetenzzentrum für das EAGLE-Fahrzeug der Bundeswehr dienen.

Der neue Eigentümer will das bestehende Know-how des Werks in Fahrzeugtechnik, Schweißarbeiten und Kleinserienfertigung nutzen. Ein großer Teil der aktuellen Belegschaft soll bleiben und für die neue Ausrichtung auf die Rüstungsproduktion geschult werden.

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Der Verkauf ermöglicht es Forvia, sein Portfolio angesichts des Branchenwandels zu straffen, während GDELS eine strategische Produktionsbasis in Deutschland gewinnt, um die militärische Nachfrage zu bedienen. Die Zukunft des Augsburger Werks liegt nun in der Unterstützung der Fahrzeugprogramme der Bundeswehr – und nicht mehr in der Herstellung von Abgassystemen für die Automobilindustrie.

Quelle