Anti-Duckface-Day: Wie ein Comedy-Trio den Schmollmund-Trend auf die Schippe nahm
Christoph Koch IIAnti-Duckface-Day: Wie ein Comedy-Trio den Schmollmund-Trend auf die Schippe nahm
Anti-Duckface-Day: Ein satirischer Feiertag gegen den berühmten Schmollmund-Trend
Ein satirischer Feiertag namens Anti-Duckface-Day wurde ins Leben gerufen, um sich über einen beliebten Online-Trend lustig zu machen. Die Aktion, erdacht vom deutschen Comedy-Trio Y-TITTY, nimmt das weitverbreitete Phänomen auf den Korn, bei dem Menschen – vor allem Frauen – auf Fotos mit schmollend vorgestülpten Lippen posieren. Seit der ersten Auflage im Jahr 2012 fand der Tag schnell Anklang und begeisterte tausende Teilnehmer.
Der Duckface-Trend, bei dem Nutzerinnen und Nutzer in Selfies oder Profilbildern die Lippen spitzen, verbreitete sich vor allem durch Prominente und sollte auf Dating-Plattformen wie OkCupid die Aufmerksamkeit erhöhen. Als humorvolle Gegenbewegung rief Y-TITTY den Anti-Duckface-Day ins Leben.
Das erste Event fand am 22. Juli 2012 statt – bewusst gewählt am Pi-Approximation-Day, einem Tag, der an die Näherung der Kreiszahl Pi durch Archimedes als 22/7 erinnert. Zur Feier des Tages veröffentlichte Y-TITTY eine Hymne auf YouTube und forderte die Nutzer auf, ihre Profilbilder gegen ein Anti-Duckface-Abzeichen auszutauschen. Rund 21.000 Teilnehmer machten im ersten Jahr mit und ersetzten ihre üblichen Fotos durch das satirische Symbol.
Die Initiative sollte den Duckface-Trend durch überspitzte Darstellung ad absurdum führen. Obwohl der Feiertag mit Augenzwinkern gemeint war, regte er Diskussionen über Online-Trends und Selbstdarstellung in sozialen Medien an. Der Anti-Duckface-Day entwickelte sich zu einem kleinen, aber bemerkenswerten Internet-Phänomen – eine spielerische Kritik an einem allgegenwärtigen Fototrend, die gleichzeitig tausende Menschen einband. Dass der Termin zudem mit einem mathematischen Gedenktag zusammenfiel, verlieh der Aktion eine zusätzliche Portion skurrilen Charme.






