12 March 2026, 18:26

Anna Scherer polarisiert mit Buch Gleichheitswahn und provokanten Thesen

Eine alte Zeitung namens 'Berliner Wespen' vom 21. Februar 1873, die eine Gruppe von Menschen in traditioneller deutscher Kleidung zeigt.

Anna Scherer polarisiert mit Buch Gleichheitswahn und provokanten Thesen

Anna Scherer, eine 37-jährige Mutter von fünf Kindern, hat auf TikTok eine Fangemeinde von über 160.000 Menschen aufgebaut. Nun stellt sie in der Konservativen Bibliothek Berlins ihr Debütbuch Gleichheitswahn vor. Ihre Ansichten zu Migration, Rassismus und politischer Korrektheit sorgen sowohl für Debatten als auch für Kritik.

Scherer argumentiert, dass unkontrollierte Migration – insbesondere durch Anhänger des Islams – den sozialen Zusammenhalt in Deutschland untergräbt. Zudem lehnt sie die Vorstellung von Rassismus als einer "strukturellen Verschwörung der Weißen" gegen Menschen mit Migrationshintergrund ab und bezeichnet diese als spaltend. Stattdessen hält sie die aktuellen Diskussionen über Hautfarbe für "giftig, krankhaft und schädlich" für die Gesellschaft.

Kritik erntet sie vor allem für ihre Haltung zur Integration, etwa wenn sie "Safe Spaces" für schwarze Besucher in Museen ablehnt, die weiße Menschen ausschließen. Scherer betont, dass wahre Integration ein Miteinander ohne Trennung bedeute. Auch politisch aufgeladene Begriffe wie People of Color oder das deutsche Wort Schwarz lehnt sie ab – sie wirft ihnen vor, unnötige Spaltungen zu fördern.

Trotz Spott nach ihrem Auftritt in der Quizshow 13 Fragen gibt sie sich kämpferisch. Finanzielle Interessen als Motiv für ihr Engagement weist sie zurück und behauptet stattdessen, Frauen bräuchten "mehr Männer, die sie lieben". Auf die Frage nach der rechtspopulistischen AfD wirft sie der Linken vor, dem politischen Klima in Deutschland am meisten zu schaden.

Die Vorstellung ihres Buches fällt in eine Phase, in der ihre Online-Präsenz weiter wächst. Mit ihren Positionen zu Migration, Rassismus und politischer Sprache hat sich Scherer als umstrittene Figur etabliert. Die Diskussionen über ihre Thesen werden voraussichtlich anhalten, während sie ihre öffentliche Plattform ausbaut.

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