Amper Apotheke in Allershausen schließt nach elf Jahren wegen Personalmangels
Maren WeihmannAmper Apotheke in Allershausen schließt nach elf Jahren wegen Personalmangels
Amper Apotheke in Allershausen schließt Mitte Oktober nach elf Jahren
Nach elf Jahren Dienst an der Gemeinschaft wird die Amper Apotheke in Allershausen Mitte Oktober ihre Türen für immer schließen. Die Inhaberin Christine Skaric traf im August diese schwere Entscheidung und nannte den massiven Personalmangel als Hauptgrund. Die Nachricht kam für viele im kleinen Ort überraschend und enttäuschend.
Die Apotheke, die seit über einem Jahrzehnt fester Bestandteil des Allershausener Alltags war, kämpfte in den vergangenen Monaten mit der Aufrechterhaltung des Betriebs, nachdem im letzten Jahr vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Team verlassen hatten. Skaric versuchte vergeblich, die freien Stellen durch Stellenausschreibungen zu besetzen, und wandte sich sogar an benachbarte Apotheken um Unterstützung – doch alle Bemühungen blieben erfolglos. Die gesamte Region München, zu der Allershausen gehört, leidet unter einem dramatischen Fachkräftemangel in Apotheken: Allein die Bayerische Landesapothekerkammer (BLAK) meldet über 500 unbesetzte Stellen.
Allershausen, eine Gemeinde mit rund 6.000 Einwohnern im Landkreis Freising, liegt nur eine halbe Autostunde von München entfernt. Trotz seiner überschaubaren Größe war der Ort auf die Apotheke als wichtige Anlaufstelle für medizinische Grundversorgung angewiesen. Skaric, die das Geschäft seit der Eröffnung führt, wird nach der Schließung als Angestellte in einer anderen Apotheke weiterarbeiten.
Die Entscheidung zum Ende der Amper Apotheke fiel ihr nicht leicht. Wie Skaric erläuterte, sei der Betrieb mit dem verbleibenden Personal schlicht nicht mehr machbar gewesen. Viele Kundinnen und Kunden, die den Service vor Ort über Jahre schätzten, zeigten sich über die plötzliche Ankündigung bestürzt.
Mit der Schließung bleibt Allershausen erstmals seit Jahren ohne eigene Apotheke. Skarics Wechsel in eine andere Einrichtung unterstreicht dabei die anhaltende Personalnot in der Branche. Angesichts von über 500 offenen Stellen im Großraum München deutet wenig darauf hin, dass sich die Lage bald entspannt.






