Altglas-Chaos im Landkreis Fürth: Überquellende Container und wütende Bürger
Christoph Koch IIAltglas-Chaos im Landkreis Fürth: Überquellende Container und wütende Bürger
Überquellende Altglascontainer und weggeworfene Flaschen sorgen für Ärger im Landkreis Fürth
Ende Mai sahen sich Anwohner im Landkreis Fürth mit überfüllten Altglascontainern und achtlos entsorgten Flaschen konfrontiert. Die Situation löste Frust bei den Bürgern aus, die nun Lösungen fordern. Ursache des Problems ist das aktuelle Sammelsystem, das an stark frequentierten Standorten den Bedarf nicht deckt.
In Deutschland wird die Altglasentsorgung nicht von den kommunalen Abfallbetrieben, sondern von den Dualen Systemen organisiert. Die bestehenden Verträge sehen vor, dass die Container mindestens alle zwei Wochen geleert werden. Doch in der Praxis blieben manche Behälter deutlich länger unberührt – mit der Folge, dass es zuletzt zu Überläufen und Beschwerden kam.
Für die Leerung der Glascontainer ist das Nürnberger Unternehmen Kühl Entsorgung & Recycling Süd GmbH zuständig. Als Reaktion auf die Rückstände kündigte das Unternehmen Verbesserungen ab dem 1. Juni an. Dazu gehören doppelte Leerungsrunden und kürzere Intervalle an stark genutzten Standorten, wobei einige künftig wöchentlich bedient werden sollen.
Die Kreisverwaltung betonte, dass die Verantwortung für Glasverpackungen bei den Dualen Systemen liege. An Brennpunkten sollen zusätzliche Container aufgestellt werden, während wenig genutzte Standorte Behälter verlieren könnten. Der Ausschuss für Umwelt und Verkehr wird das Thema am 25. Juni vertieft beraten.
Das Unternehmen sicherte zu, das Problem durch häufigere Leerungen und weitere Container in den Griff zu bekommen. Hochfrequentierte Standorte erhalten Priorität, während selten genutzte Behälter möglicherweise abgebaut werden. In der Sitzung Ende Juni sollen Fortschritte und das weitere Vorgehen bewertet werden.






