Allgäu plant Anschluss an Münchner Verkehrsverbund – zwei Landkreise machen Ernst
Maren WeihmannAllgäu plant Anschluss an Münchner Verkehrsverbund – zwei Landkreise machen Ernst
Öffentlicher Nahverkehr im Allgäu: Zwei Landkreise wollen dem Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) beitreten
Seit Jahren ist der öffentliche Nahverkehr im Allgäu ein viel diskutiertes Thema. Nun unternehmen zwei benachbarte Landkreise konkrete Schritte, um sich dem Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) anzuschließen. Die Stadt Kaufbeuren und der Landkreis Ostallgäu haben offiziell Interesse bekundet, Teil des größeren Verkehrsnetzes zu werden.
Seit Jahrzehnten setzen sich lokale Verantwortliche für ein einheitliches Nahverkehrssystem in der Region ein. Die Idee eines übergreifenden Netzes hat neuen Auftrieb erhalten, nachdem Kaufbeuren und Ostallgäu ihre Bereitschaft signalisiert haben, eine MVV-Mitgliedschaft zu prüfen. Am Donnerstagnachmittag unterstützte der Kreistag diesen Vorstoß.
Im nächsten Schritt müssen die genauen Bedingungen für einen Beitritt zum MVV geklärt werden. Die lokalen Politiker haben vereinbart, diese Details bis Jahresende final zu regeln. Unterdessen prüfen auch Kempten und der Landkreis Oberallgäu ihre Optionen – angeregt durch das wachsende Interesse an einer Zusammenarbeit.
Bevor eine endgültige Entscheidung fällt, muss der Kemptener Stadtrat jedoch noch über den Vorschlag beraten. Kosten und praktische Vorteile werden eine zentrale Rolle dabei spielen, ob sich die Landkreise letztlich für den Anschluss an das Münchner Netz entscheiden.
Noch in diesem Jahr könnte die endgültige Entscheidung über einen MVV-Beitritt fallen. Bei einer Zustimmung würden Teile des Allgäus in das Münchner Verkehrsnetz integriert. Ausschlaggebend werden dabei finanzielle Aspekte sein sowie die Frage, ob die Partnerschaft für die Kommunen tragfähig ist.






