05 May 2026, 04:40

76 Prozent der Deutschen fordern höhere Steuern für Spitzenverdiener ab 300.000 Euro

Ausführliches altes Stadtplan von Polle, Deutschland, zeigt Straße, Gebäude und einen durch die Stadt fließenden Fluss.

76 Prozent der Deutschen fordern höhere Steuern für Spitzenverdiener ab 300.000 Euro

Eine neue Umfrage zeigt eine deutliche öffentliche Unterstützung für höhere Steuern auf Spitzenverdiener in Deutschland. Der Vorschlag zielt auf Personen mit einem Jahreseinkommen von über 300.000 Euro ab – 76 Prozent der Befragten halten dies für angemessen. Die Zustimmung erstreckt sich über alle Regionen, Einkommensgruppen und politischen Lager hinweg.

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Die Erhebung, die am 29. und 30. April mit 1.000 Teilnehmenden durchgeführt wurde, offenbart eine breite Übereinstimmung. Nur 22 Prozent lehnten die Idee ab, während 2 Prozent unentschieden blieben. Selbst in Haushalten mit höherem Einkommen – also bei monatlichen Einnahmen von 4.000 Euro oder mehr – befürworteten 74 Prozent die Maßnahme.

In der politischen Landschaft zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede: Bei Wählerinnen und Wählern der Grünen lag die Zustimmung mit 95 Prozent am höchsten. SPD-Anhänger folgten mit 89 Prozent, und selbst 73 Prozent der CDU/CSU-Wähler sprachen sich für den Plan aus. AfD-Sympathisanten waren am wenigsten überzeugt – hier stimmten nur 38 Prozent zu.

Die Ergebnisse erscheinen zu einem Zeitpunkt, an dem Koalitionsvertreter über höhere Beiträge von Topverdienern diskutieren. Die SPD drängt auf eine Anhebung des Spitzensteuersatzes. Unterdessen erklärte CSU-Chef Markus Söder in der ARD-Sendung Arena, eine Vermögenssteuer sei für ihn „kein Tabu“. Gleichzeitig bekräftigte er seine Absicht, den Solidaritätszuschlag abzuschaffen – eine Maßnahme, von der vor allem Besserverdiener profitieren würden.

Die Umfrage unterstreicht die weitverbreitete öffentliche Unterstützung für eine stärkere Besteuerung der Reichsten. Angesichts der laufenden politischen Debatten könnte der Vorschlag künftige Finanzpolitiken prägen. Im Mittelpunkt steht nun die Frage, wie und wann solche Änderungen umgesetzt werden könnten.

Quelle