340 Jahre Tradition enden: Metallbetrieb Croner schließt 2025 für immer
Christina Junitz340 Jahre Tradition enden: Metallbetrieb Croner schließt 2025 für immer
Croner Precision Moulds, ein Metallverarbeitungsbetrieb mit 340-jähriger Geschichte, stellt bis Ende 2025 den Betrieb ein. Die Entscheidung folgt auf jahrelangen finanziellen Druck durch globale Konkurrenz und die günstigere Produktion im Ausland. Mit der Schließung endet eine langjährige Familientradition in der Branche.
Die Wurzeln des Unternehmens reichen bis ins Jahr 1685 zurück, als Paul Croner den Meisterbrief als Schmied erwarb. Über die Jahrhunderte entwickelte sich der Betrieb zu einem Spezialisten für Formen und Vorrichtungen. Seine Produkte kamen in Branchen wie Automobilbau, Medizintechnik, Spielwaren, Elektroindustrie und Kosmetik zum Einsatz.
Trotz seiner Expertise hatte Croner Schwierigkeiten, sich in einem sich wandelnden Markt zu behaupten. Starke Konkurrenz durch asiatische Importe, insbesondere günstige Alternativen, belastete die Rentabilität. Auch Wettbewerber aus Portugal und Tschechien unterboten die Preise, was Umstrukturierungen erschwerte. Die starke Fokussierung auf Präzisionsfertigung schränkte zudem die Anpassungsfähigkeit ein.
Versuche, das Unternehmen umzustrukturieren, scheiterten – die Schließung blieb als einzige Option. Die Standorte in Mittelfranken werden bis Ende 2025 vollständig abgewickelt.
Mit der Einstellung fällt ein historischer Name der deutschen Metallverarbeitung weg. Das Ende von Croner Precision Moulds unterstreicht die Herausforderungen, vor denen spezialisierte Hersteller angesichts globaler Kostendrucks stehen. Sämtliche verbleibenden Aktivitäten werden bis 2026 eingestellt.






