29 June 2026, 14:23

Zukunft der Berliner Kleingärten: Politischer Konsens für mehr Grün in der Stadt

(Schnell) Nur Liebe für den Garten

Zukunft der Berliner Kleingärten: Politischer Konsens für mehr Grün in der Stadt

Berlins Kleingärten im Fokus: Wahlforum diskutiert ihre Zukunft

Bei einem kürzlichen Wahlforum standen Berlins Kleingärten im Mittelpunkt. Die vom Landesverband Berlin der Gartenfreunde e.V. organisierte Veranstaltung brachte Politiker verschiedener Parteien zusammen, um über die Zukunft dieser grünen Oasen zu diskutieren. Mit fast 71.000 Gärten, die rund drei Prozent der Stadtfläche ausmachen, ist das Thema für viele Berliner von großer Bedeutung.

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Das Forum fand in der Barcelona-Halle des Melia Hotels an der Friedrichstraße statt. Gert Schoppa, der Vorsitzende des Verbandes, hatte den Ort bewusst gewählt – nicht zuletzt wegen der überdachten Alternative für den Fall von Regenwetter.

Vertreter unterschiedlicher Parteien betonten die Notwendigkeit, die Kleingärten zu schützen. Kai Wegner (CDU), Steffen Krach (SPD), Elif Eralp (Linke) und Werner Graf (Grüne) hoben übereinstimmend die Bedeutung des Erhalts dieser Flächen hervor. Graf verwies zudem auf ihre Rolle für das Stadtklima und die Artenvielfalt.

Die Debatte folgte einer turbulenten Phase für den Kleingartenschutz: Ende 2022 war ein Gesetzesentwurf zum Schutz der Gärten an internen Koalitionsstreitigkeiten gescheitert. Doch im Februar 2023 trat ein neues Kleingartenschutzgesetz in Kraft, das die meisten Anlagen vor einer Umnutzung bewahrt. Zudem wurden die Richtlinien für die Standardgröße der Parzellen von 400 auf 250 Quadratmeter reduziert – eine Maßnahme, die mehr Menschen die Möglichkeit geben soll, einen Garten zu bewirtschaften. Felix Recke-Friedrich (FDP) regte an, unterschiedliche Schutzregelungen für Innenstadtbezirke und äußere Stadtteile zu prüfen.

Das Forum unterstrich den breiten politischen Konsens zum Erhalt der Berliner Kleingärten. Mit den jüngsten rechtlichen Absicherungen und den neuen Richtlinien, die den Zugang erleichtern, scheint die Zukunft dieser grünen Rückzugsorte gesichert. Die Diskussion kreist nun darum, wie sich Schutz und wachsende Nachfrage in Einklang bringen lassen.

Quelle