07 January 2026, 22:49

Zuckerrübenernte in Bayern 2025: Hohe Zuckerwerte, aber sinkende Anbauflächen für 2026

Ein Stück Zuckerwatte.

Zu viele Zuckerrüben auf dem Markt - Zuckerrübenernte in Bayern 2025: Hohe Zuckerwerte, aber sinkende Anbauflächen für 2026

Bayerns Zuckerrübenernte zeigt gemischte Bilanz – Bauern sollen 2026 weniger anbauen

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Die diesjährige Zuckerrübenernte in Bayern fällt unterschiedlich aus: Während einige Regionen trotz Herausforderungen hohe Zuckerwerte melden, stehen die Landwirte vor der Forderung, die Produktion im nächsten Jahr zu drosseln. Gleichzeitig kämpft die Branche mit Krankheiten und unberechenbarem Wetter, die in wichtigen Anbaugebieten die Erträge geschmälert haben.

Die so genannte "Rübenkampagne" läuft noch bis Ende Januar, bis dann die gesamte Verarbeitung abgeschlossen sein soll. Auf rund 60.000 Hektar werden in Bayern Zuckerrüben angebaut, doch das Wetter sorgt für ungleichmäßigen Fortschritt: Starkregen im Nordwesten bremste die Ernte, während trockenere Bedingungen im Osten glattere Abläufe ermöglichten.

Zwei Krankheiten breiten sich besonders in Nordbayern sowie in den Regionen um Ingolstadt und Regensburg aus: das Syndrom Basses Richesses (SBR) und die Stolbur-Krankheit. Sie haben in betroffenen Feldern zu Ertragseinbußen geführt. Dennoch verzeichneten Gebiete wie Augsburg und Plattling überdurchschnittlich hohe Zuckergehalte in ihren Rüben. Der große Zuckerproduzent Südzucker AG hat bayerische Landwirte aufgefordert, den Rübenanbau 2026 um 20 bis 25 Prozent zu reduzieren. Hintergrund ist, dass starke Ernten in anderen europäischen Ländern und steigende Importe den Weltmarkt überschwemmen – mit sinkenden Preisen als Folge. Um die Produktionskürzungen zu fördern, erhalten Bauern, die im nächsten Jahr weniger anbauen, eine finanzielle Prämie. Die verbleibenden Rübenmieten bleiben nach der Verarbeitung bis März oder April abgedeckt, bis die nächste Aussaat beginnt.

Bis Januar wird die Rübenkampagne abgeschlossen sein, doch die Branche blickt bereits auf das kommende Jahr. Angesichts von Krankheitsdruck, Marktüberschüssen und Wetterrisiken müssen die Landwirte entscheiden, ob sie weniger anbauen. Wer die Flächen verringert, erhält zusätzliche Zahlungen – während die abgedeckten Mieten auf die Frühlingsaussaat warten.