Zehn Jahre Einsatz: Wie Bambergs Ombudsteam das Leben im Ankerzentrum verbessert
Maren WeihmannZehn Jahre Einsatz: Wie Bambergs Ombudsteam das Leben im Ankerzentrum verbessert
Vor einem Jahrzehnt richtete der Bamberger Stadtrat das Ombudsteam für das Oberfränkische Ankerzentrum (AEO) ein. Die Gruppe wurde ins Leben gerufen, um die Bewohnerinnen und Bewohner zu unterstützen und Probleme in der Unterkunft zu lösen. Im Laufe der Jahre hat ihre Arbeit zu besseren Lebensbedingungen beigetragen und dazu geholfen, dass Konflikte nicht eskalieren.
Das Team vereinte lokale Organisationen, darunter katholische und evangelische Kirchen, die Initiative 'Freund statt Fremd', Wohlfahrtsverbände wie Caritas und Diakonie sowie Fraktionen des Stadtrats und den Migrationsbeirat. Zu ihren Aufgaben gehörten die Bearbeitung von Beschwerden, der Austausch von Informationen und die Entwicklung von Verbesserungsvorschlägen.
2017 konzentrierte sich das Team auf die Erarbeitung eines Schutzkonzepts. Ein zentraler Bestandteil war die Einrichtung eines Frauenhauses innerhalb des AEO. Im folgenden Jahr setzte es sich dafür ein, dass Bewohner mit Behinderungen in geeignetere Unterkünfte umziehen konnten. 2020 startete Caritas eine Eltern-Kind-Gruppe für Kinder zwischen zwei und sechs Jahren. Die Pandemie brachte neue Herausforderungen mit sich: Das Team gab Orientierungshilfe zu Quarantänemaßnahmen in speziellen Unterkunftsbereichen. Im Herbst 2022, als das AEO mit 2.800 Menschen seine höchste Auslastung erreichte, richtete Caritas eine Beratungsstelle für Asylverfahren ein. Im vergangenen Jahr nahm sich das Team zwei langjährige Probleme vor: den Mangel an abschließbaren Wohnungen und den Bedarf an besserer psychosozialer Unterstützung. Durch ihre kontinuierliche Arbeit half es den Bewohnerinnen und Bewohnern, den Alltag zu bewältigen und Zugang zu wichtigen Dienstleistungen zu erhalten.
Die Arbeit des Ombudsteams hat in den vergangenen zehn Jahren zu konkreten Veränderungen im AEO geführt – von Verbesserungen bei den Wohnbedingungen bis hin zu Unterstützungsangeboten. Die Initiative beobachtet weiterhin die Lage vor Ort und setzt sich für die Belange der Bewohner ein.






