Weimer überträgt Unternehmensanteile an Treuhänder - Wolfram Weimer gibt Medienanteile ab – doch die Kritik bleibt
Wolfram Weimer, der Staatsminister für Kultur in Deutschland, überträgt seine Anteile an der Weimer Media Group an einen Treuhänder. Der Schritt erfolgt nach Kritik an seiner Doppelfunktion als Regierungsvertreter und Medienunternehmer. Vorwürfe des Einflusshandels bezeichnete er als Teil einer "rechtsextremen Medienkampagne" und wies sie zurück.
Weimer hatte bereits bei seinem Amtsantritt im Frühjahr seine Führungs- und Verlagspositionen im Unternehmen aufgegeben. Seine stimmrechtslosen Anteile, die ohnehin bereits keine Gewinnbeteiligung vorsahen, werden nun von einem unabhängigen Treuhänder verwaltet. Die Übertragung soll bis Jahresende abgeschlossen sein.
Laut der neuen Regelung verzichtet Weimer für das laufende Geschäftsjahr auf jegliche Gewinnausschüttungen. Die Anteile verbleiben unter der Kontrolle des Treuhänders, solange er ein öffentliches Amt bekleidet. Eventuell zurückgestellte Gewinne können erst nach seinem Ausscheiden aus dem Ministeramt beansprucht werden. Der Beschluss folgt auf Vorwürfe im Zusammenhang mit möglichen Interessenkonflikten beim Ludwig-Erhard-Gipfel. Weimer wies diese scharf zurück und bezeichnete sie als politisch motivierte Angriffe rechtsextremer Medien.
Mit der Anteilsübertragung soll den Bedenken hinsichtlich Weimers doppelter Rolle in Medien und Politik Rechnung getragen werden. Die Erträge aus seinen Beteiligungen bleiben bis zu seinem Ausscheiden aus dem öffentlichen Dienst eingefroren. Die treuhänderische Aufsicht soll bis zur vollständigen Abwicklung des Prozesses bis Jahresende andauern.






