28 December 2025, 09:03

Wohnungsbau in Bayern bricht ein – nur ein Bruchteil der Projekte wird realisiert

Ein Plakat mit zahlreichen Gebäuden und hervorgehobener Schrift.

Wohnungsunternehmen: Nur ein Drittel wird bis 2026 bauen - Wohnungsbau in Bayern bricht ein – nur ein Bruchteil der Projekte wird realisiert

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Die Wohnungskrise in Bayern droht sich weiter zuzuspitzen, da der Wohnungsbau nahezu zum Stillstand kommt. Der Verband bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW) warnt, dass bis 2026 nur ein Bruchteil der geplanten Wohnungen fertiggestellt wird. Steigende Kosten, unklare Fördergelder und strenge Vorschriften lassen Bauträger kaum noch handlungsfähig sein.

Der VdW, der Wohnungsgenossenschaften und kommunale Anbieter mit insgesamt 550.000 Wohnungen vertritt, gibt an, dass lediglich ein Drittel der bayerischen Wohnungsbaugesellschaften bis 2026 mit der Fertigstellung neuer Projekte rechnet. Selbst wenn diese umgesetzt werden, kämen damit nur 3.350 Wohnungen auf den Markt.

Seit 2023 blockieren Unsicherheiten bei staatlichen Zuschüssen die Fortschritte. Die zugesagten 480 Millionen Euro an Fördermitteln sind aufgrund von Haushaltsengpässen in der Schwebe – ohne dieses Geld könnten über 2.300 der 2.700 geplanten geförderten Wohnungen auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Explodierende Materialkosten und komplizierte Bauvorschriften machen Neuprojekte für viele unwirtschaftlich. Selbst mit Förderung dürften bis 2026 weniger als 1.000 nicht geförderte Wohnungen entstehen.

Die Verlangsamung bedeutet, dass Bayern in den kommenden Jahren deutlich weniger Wohnraum als nötig zur Verfügung stehen wird. Angesichts von Finanzierungslücken und hohen Ausgaben rechnet der VdW nicht vor 2026 mit einer Besserung. Die Knappheit wird den ohnehin angespannten Wohnungsmarkt weiter unter Druck setzen.