Wettbewerb kehrt zurück: Grundschulen setzen wieder auf Leistungssport
Christoph Koch IIWettbewerb kehrt zurück: Grundschulen setzen wieder auf Leistungssport
Die Kultusminister der Länder wollen wettbewerbsorientierte Elemente im Schulsport der Grundschulen wieder einführen. Damit kehren sie ab vom spielerischen, nicht-wettbewerbsorientierten Format, das 2023 eingeführt worden war. Die Pläne stoßen in Deutschland bereits jetzt auf sowohl Zustimmung als auch Kritik.
Die Bundesjugendspiele werden im kommenden Schuljahr wieder leistungsorientiert ausgetragen. Dritt- und Viertklässler werden dann erneut in Leichtathletik und Schwimmen gegeneinander antreten – mit exakt in Sekunden oder Zentimetern gemessenen Ergebnissen. Schulen erhalten zudem die Möglichkeit, traditionelle Wettbewerbsstrukturen wiederherzustellen.
Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) unterstützt die Rückkehr zum Wettbewerb. Sie argumentiert, dass Kinder in der Schule lernen müssten, mit Niederlagen und Frustration umzugehen. Dies stärke ihre Widerstandsfähigkeit für das spätere Leben.
Sachsens Bildungsminister Conrad Clemens (CDU) pflichtet ihr bei. Er betont, dass die Förderung olympischer Spitzenleistungen bereits im frühen Alter Wettbewerbsdenken erfordere. Auch Hessens Kultusminister Armin Schwarz (CDU) begrüßt die Kehrtwende und bezeichnet sie als notwendigen „Schritt zurück in die Zukunft“.
Die Reform macht die Entscheidung von 2023 rückgängig, als nicht-wettbewerbsbetonte Aktivitäten in Grundschulen Vorrang erhielten. Künftig werden herausragende Leistungen wieder offiziell gewürdigt. Kritiker, darunter Eltern und Lehrkräfte, lehnen die geplanten Änderungen jedoch vehement ab.






