18 April 2026, 22:23

Weltpremiere: Sinn Power startet erstes vertikales Schwimm-Solarkraftwerk in Bayern

Kleines Boot mit Solarpaneelen auf seiner Oberfläche, das auf einem Gewässer schwimmt und von Grün umgeben ist, mit Gebäuden und einem klaren Himmel im Hintergrund.

Weltpremiere: Sinn Power startet erstes vertikales Schwimm-Solarkraftwerk in Bayern

Sinn Power eröffnet weltweit erstes vertikal schwimmendes Solarkraftwerk in Gilching

Das Unternehmen Sinn Power hat in einem Kieswerk in Gilching das erste vertikal schwimmende Solarkraftwerk der Welt in Betrieb genommen. Die innovative Anlage mit dem Namen "SKipp-Float" wurde am Freitag offiziell eröffnet – in Anwesenheit von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Das am 21. August in Betrieb genommene Projekt markiert einen bedeutenden Fortschritt in der Erneuerbare-Energien-Technologie.

Erst im April 2024 war das Vorhaben angekündigt worden, der Baubeginn sollte ursprünglich im September erfolgen. Doch die Arbeiten schritten schneller voran als geplant, sodass die Anlage früher als erwartet fertiggestellt werden konnte. Das Besondere am "SKipp-Float"-Design ist seine Robustheit: Eine unter Wasser liegende, kielartige Basis von nur 1,60 Metern Breite sorgt für Stabilität und beansprucht dabei nur minimal Platz.

Anders als herkömmliche schwimmende Solaranlagen setzt dieses System auf vertikal angeordnete Module. Diese müssen zwar fest verankert werden, um starken Winden standzuhalten, doch die Konstruktion ermöglicht eine flexible Bewegung unter Druck – was die Sturmresistenz deutlich erhöht. Die Anlage bedeckt lediglich 4,65 Prozent der Kiesgrubenfläche und bleibt damit deutlich unter der zulässigen Grenze von 15 Prozent.

Der erzeugte Strom soll den Netzstrombedarf des Kieswerks um bis zu 70 Prozent reduzieren. Überschüssige Energie – geschätzt rund 2 Gigawattstunden pro Jahr – wird ins öffentliche Netz eingespeist.

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Das Kraftwerk in Gilching zeigt, wie schwimmende Solartechnologie auch unter schwierigen Bedingungen eingesetzt werden kann. Durch sein kompaktes Design und hohe Effizienz bietet es eine praktikable Lösung für Industrieanlagen. Das Projekt dient nun als funktionierendes Beispiel dafür, wie erneuerbare Energien in bestehende Betriebsabläufe integriert werden können.

Quelle