Wasserstoffkraftwerk in Zolling soll Bayerns Energiezukunft sichern
Christina JunitzWasserstoffkraftwerk in Zolling soll Bayerns Energiezukunft sichern
Im Energiepark Zolling entsteht ein neues wasserstofffähiges Gas- und Dampfturbinenkraftwerk. Die bayerische Staatsregierung und die Onyx Germany GmbH haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, um das Projekt voranzutreiben. Wie offizielle Stellen mitteilen, wird das Kraftwerk eine zentrale Rolle für die Energieversorgung Bayerns über das Jahr 2031 hinaus spielen.
Die geplante Anlage ersetzt das Kohlekraftwerk Block 5 in Zolling, das im Februar 2025 den kommerziellen Betrieb eingestellt hat. Der Standort bleibt zwar bis März 2031 als Nettreserve erhalten, doch das neue Kraftwerk soll langfristig für Stabilität in der Energieversorgung sorgen.
Roman Ritter, Geschäftsführer der Onyx Germany und Leiter des Kraftwerks, betonte, wie wichtig moderne, flexible Kraftwerke für eine erfolgreiche Energiewende sind. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen und funktionierende Ausschreibungsverfahren entscheidend seien, um das Projekt umzusetzen.
Das Vorhaben wird auf Grundlage des Gesetzes zur Stromversorgungssicherheit und Kapazitätsreserve (StromVKG) realisiert, das die Bundesregierung im Mai verabschiedet hat. Das Gesetz sieht einen Kapazitätsmarkt vor, der ab 2031 eine sichere Stromversorgung garantieren soll – mit 11 Gigawatt steuerbarer Leistung, die innerhalb des nächsten Jahres ausgeschrieben werden.
Hubert Aiwanger, Bayerischer stellvertretender Ministerpräsident, unterstrich die Bedeutung neuer Gaskraftwerke, um Energie bezahlbar und zuverlässig zu halten. Die wasserstofftaugliche Anlage werde vor allem den Strombedarf Südbayerns decken, insbesondere in Phasen mit geringer erneuerbarer Einspeisung.
Das Kraftwerk in Zolling soll das bayerische Energiesystem in Zeiten mit niedriger Ökostrom-Erzeugung stabilisieren. Nach der Inbetriebnahme wird es die Versorgungssicherheit in Südbayern gewährleisten und die Nutzung des Standorts über 2031 hinaus verlängern. Der weitere Projektfortschritt hängt nun von der Finalisierung der rechtlichen Rahmenbedingungen und der Ausschreibungsverfahren ab.






