Was steckt hinter Kanes drastischem Wertverlust auf dem Markt
Bayern Münchens Sportdirektor Max Eberl kritisiert Transfermarkts Herabstufung von Harry Kanes Marktwert
Bayern Münchens Sportdirektor Max Eberl hat die Entscheidung der Plattform Transfermarkt scharf kritisiert, den Marktwert von Harry Kane von 75 Millionen auf 65 Millionen Euro zu senken. Die Abwertung erfolgte kurz nach dem 4:0-Sieg der Münchner gegen Heidenheim Ende Dezember 2025 – begründet allein mit dem Alter des Stürmers, obwohl dieser in dieser Saison bereits 30 Tore in 25 Spielen erzielt hat.
Eberl hinterfragte die Logik hinter dieser Entscheidung und bezeichnete die Bewertungen der Plattform als „nur ein bisschen Spaß“. Gleichzeitig forderte er eine Erklärung für den deutlichen Rückgang des Marktwerts.
Tobias Kröger, Koordinator von Transfermarkt, bestätigte, dass die Reduzierung um 10 Millionen Euro ausschließlich auf Kanes Alter von 32 Jahren zurückzuführen sei. Dennoch bleibt der Engländer trotz der Abwertung der wertvollste Spieler seiner Altersgruppe. Sein aktueller Marktwert entspricht nun der kombinierten Bewertung von Mohamed Salah, Kevin De Bruyne und Thibaut Courtois, die in ihren jeweiligen Altersgruppen die Plätze zwei bis vier belegen.
Eberls Unmut rührt von Kanes konstanter Leistung seit seinem Wechsel zu Bayern im Jahr 2023 für 95 Millionen Euro her. In 121 Pflichtspielen steuerte der Angreifer 115 Tore bei und bereitete weitere 29 Treffer vor. Der Sportdirektor wies das Alter als Begründung für die Wertminderung zurück und warf der Plattform vor, ihre Methoden seien nicht glaubwürdig.
Der Streit unterstreicht den Konflikt zwischen statistischen Bewertungen und der tatsächlichen Leistung auf dem Platz. Während Transfermarkt an seinem altersbasierten Modell festhält, spiegeln Eberls Äußerungen das Vertrauen des FC Bayern in Kanes anhaltende Klasse wider – unabhängig von externen Einschätzungen.
Kanes Marktwert liegt nun bei 65 Millionen Euro, ein Wert, den kein anderer Spieler über 30 erreicht. Die Herabstufung ändert nichts an seiner Rolle als Bayerns Schlüsselfigur im Angriff oder an seiner Bilanz in entscheidenden Spielen. Vorerst bleibt die Debatte um seine Bewertung ungelöst – Club und Plattform beharren auf ihren Standpunkten.






