25 December 2025, 04:58

Von Eheringen im Kuhmagen bis zu Zugfahrten: Bayerns skurrilste Tiergeschichten

Eine Katze sitzt auf einem Tisch mit einer Zeitung und zwei Schüsseln, während eine Person Hand auf der Katze ruht.

Tierwelt 2025 - Vom Karpfenalarm bis zum verschluckten Ehering - Von Eheringen im Kuhmagen bis zu Zugfahrten: Bayerns skurrilste Tiergeschichten

Eine Reihe ungewöhnlicher tierischer Vorfälle sorgt seit Monaten in Bayern für Schlagzeilen

Von Haustieren, die nach langer Abwesenheit nach Hause finden, bis hin zu unerwarteten Begegnungen mit Wildtieren – die Geschichten reichen von kurios bis tragisch.

In einem Fall wurde ein Ehering im Magen einer Kuh entdeckt, in einem anderen bestieg ein Hund unplanmäßig einen Zug. Währenddessen lösten ein Welsangriff und die Tötung von Pavianen in einem Zoo öffentliche Empörung aus.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

In Simbach am Inn (Niederbayern) machte ein Metzger eine überraschende Entdeckung, als er die Kuh Herzal zerlegte: Im Magen des Tieres fand er den Ehering von Bauer Johannes Brandhuber, den die Kuh vier Monate zuvor versehentlich beim Fressen von Hafer-Silage verschluckt hatte.

Anderswo sorgte die vierjährige Hündin Bella aus Oberbayern für Aufsehen, nachdem sie aus dem Garten ihrer Besitzer entkommen war. Sie stieg allein in eine S-Bahn, bevor die Polizei sie mit einer Wurst lockte und im Streifenwagen sicher nach Hause brachte. Ein gefährlicherer Vorfall ereignete sich am 20. Juni am Brombachsee (Mittelfranken), als ein zwei Meter langer Wels Badende angriff und mehrere verletzte. Experten vermuten, dass das Tier – vermutlich ein beschützender Vater – wegen des niedrigen Wasserstands sein Revier verteidigte. Nach Absprache mit einem Angelverein und der Wasserrettung wurde der Wels aus Gründen der öffentlichen Sicherheit getötet.

Im Nürnberger Tiergarten löste die Tötung von zwölf gesunden Pavianen wegen Platzmangels massive Proteste aus. Tierschutzorganisationen verurteilten die Entscheidung, woraufhin rund 350 Strafanzeigen bei der Nürnberger Staatsanwaltschaft wegen möglicher Verstöße gegen das Tierschutzgesetz eingingen.

Unterdessen begab sich Vincent, ein Bartgeier aus dem Nationalpark Berchtesgaden, auf eine unerwartete 1.600-Kilometer-Reise quer durch Deutschland bis zur Nordsee. Nach seiner Einfangung und Genesung wurde er sicher in die Alpen zurückgebracht.

Weitere skurrile Vorfälle umfassten einen Brief des Rundfunkbeitragsservice, der irrtümlich an den Münchner Hund Urax adressiert war – sein Besitzer scherzte, das Tier weigere sich zu zahlen. Im Tierpark Landshut verschluckte zudem ein Nandu an Neujahr den Handschuh eines Kindes.

Die Vorfälle zeigen, wie unberechenbar die Begegnungen zwischen Mensch und Tier sein können. Manche Fälle wie der Fund des Eherings oder Bellas Zugfahrt endeten harmlos, andere – etwa der Welsangriff oder die Pavian-Tötungen – hatten schwerwiegende Folgen und lösten gesellschaftliche Debatten aus.

Die Behörden befassen sich weiterhin mit den rechtlichen und ethischen Folgen, insbesondere in Fragen des Wildtiermanagements und des Tierschutzes.