VGN erhöht Fahrpreise 2026 um fast 3 Prozent – was sich für Pendler ändert
Maren WeihmannVGN erhöht Fahrpreise 2026 um fast 3 Prozent – was sich für Pendler ändert
Fahrpreise im Nürnberger Verkehrsverbund steigen 2026 um fast 3 Prozent
Ab Januar 2026 werden die Tarife im Öffentlichen Nahverkehr der Region Nürnberg um knapp 3 Prozent angehoben. Der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) passt die Preise an, um gestiegene Kosten und finanzielle Belastungen auszugleichen. Gleichzeitig gibt es Änderungen beim digitalen Tarifsystem, die Tagespreise und Rabattstufen betreffen.
Wie der VGN mitteilte, beträgt die durchschnittliche Preiserhöhung 2,96 Prozent. Die Anpassung orientiert sich an einem Index, der sowohl die voraussichtlichen Betriebskosten der Verkehrsunternehmen als auch die Entwicklung der Haushaltseinkommen berücksichtigt. Künftig kostet der Grundtarif im weiteren Umland 1,50 Euro pro Tag, im Kernbereich der Stadt steigt der Preis auf 3,00 Euro.
Auch die Rabattstufen werden angepasst: Fahrgäste müssen künftig innerhalb von 31 Tagen 18 Euro ausgeben, um einen Rabatt von 50 Prozent zu erhalten. Ein Nachlass von 75 Prozent greift ab einem kumulierten Fahrpreis von 50 Euro, und ab 70 Euro ist die Nutzung des Nahverkehrs dann kostenlos.
Hintergrund der Änderungen ist, dass klassische Ticketverkäufe mittlerweile nur noch 25 Prozent der Einnahmen ausmachen. Geförderte Angebote wie das Deutschlandticket sind inzwischen die wichtigsten Nachfragtreiber. Der VGN warnt jedoch, dass die seit Längerem eingefrorenen Bundes- und Landeszuschüsse für das Deutschlandticket die Verkehrsbetriebe und Kommunen finanziell stark belasten.
Die Unternehmen kämpfen mit hohen Ausgaben, insbesondere für Personal, Energie und Leasingkosten. Die Preiserhöhungen seien notwendig, um das aktuelle Serviceangebot trotz dieser Herausforderungen aufrechterhalten zu können, heißt es zur Begründung.
Die neuen Tarife treten am 1. Januar 2026 in Kraft, zeitgleich mit der Aktualisierung des digitalen Abrechnungssystems. Zwar sollen die Anpassungen helfen, die gestiegenen Kosten auszugleichen, doch der VGN betont, dass der anhaltende Druck durch begrenzte öffentliche Mittel weiterhin besteht. Konkrete Daten dazu, wie sich das Deutschlandticket auf Fahrgastzahlen oder Einnahmen in der Region auswirkt, liegen bisher nicht vor.






