VAG Nürnberg setzt auf Elektrobusse – und spart Millionen
Die VAG Nürnberg hat ihre Flotte an Elektrobussen rasant ausgebaut, um Kosten zu senken und die Abhängigkeit von Diesel zu verringern. Bereits bis Mai 2021 setzte das Unternehmen 100 E-Busse ein, mit dem Ziel, diesen Anteil bis Ende 2022 auf 75 Prozent der gesamten Flotte zu steigern. Die Entscheidung für den Umstieg wurde durch die steigenden Dieselpreise beschleunigt – und hat sich bisher als Erfolg erwiesen.
Um die Umstellung zu unterstützen, richtete die VAG Nürnberg einen Mitarbeiterparkplatz und eine alte Lagerhalle als Ladeinfrastruktur um. Statt auf Oberleitungs-Systeme zu setzen, entschied sich das Unternehmen für die kostengünstigere Kabel-Ladung im Depot. Aktuell umfasst die Flotte 123 Fahrzeuge, wobei 2022 noch 21 weitere E-Busse hinzukommen sollen.
Tim Dahlmann-Resing, Technologievorstand des Unternehmens, äußert sich offen zu den Herausforderungen. Er kritisierte das Fördersystem der Bundesregierung für Elektrobusse und forderte eine breitere Unterstützung. Wasserstoff lehnt er als praktikable Lösung für den Stadtbusverkehr ab und setzt stattdessen auf Batterietechnologie. Das Unternehmen vertraut darauf, dass Fortschritte in diesem Bereich die Reichweite der Busse deutlich erhöhen – potenziell auf bis zu 1.000 Kilometer.
Der Wechsel zu Elektrobussen verlaufe reibungslos, heißt es bei der VAG Nürnberg – ohne Bedauern. Durch kostensparende Maßnahmen und den Ausbau der Infrastruktur konnte das Unternehmen stetige Fortschritte erzielen. Bis Ende 2022 werden drei Viertel der Flotte elektrisch unterwegs sein.






